Do, 18. Oktober 2018

Wurde 82 Jahre alt

10.01.2017 09:54

Deutscher Ex-Präsident Roman Herzog gestorben

Der deutsche Ex-Präsident Roman Herzog ist tot. Herzog sei im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte das Bundespräsidialamt am Dienstag in Berlin mit. Der CDU-Politiker stand von 1994 bis 1999 an der Spitze der Bundesrepublik Deutschland.

Herzog hatte unermüdlich vor Reformmüdigkeit im Land gewarnt und es sich zur Aufgabe gemacht, gegen Blockaden in Politik und Gesellschaft anzugehen. Im kollektiven Gedächtnis verblieb vor allem eine Rede des Bayern aus dem Jahr 1997 mit dem zentralen Satz: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen." Dabei forderte er die Deutschen auf, von "lieb gewordenen Besitzständen" Abstand zu nehmen.

Gauck würdigt "markante Persönlichkeit"
Bundespräsident Joachim Gauck würdigte am Dienstag seinen Vorgänger als "markante Persönlichkeit, die das Selbstverständnis Deutschlands und das Miteinander in unserer Gesellschaft geprägt und gestaltet hat". Für Herzog seien "die Bürger- und Freiheitsrechte niemals nur abstrakte Begriffe" gewesen. "Mit Sachverstand, Klugheit und großer Lebenserfahrung trat er für unser Land und seine freiheitliche Verfassung ein."

Minister, Verfassungsrichter, Bundespräsident
Herzog war von 1978 bis 1980 Bildungs- und von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Von 1983 bis 1994 war er Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident. 1994 wählte ihn die Bundesversammlung zum ersten Staatsoberhaupt nach der deutschen Wiedervereinigung. Nach seinem Verzicht auf eine zweite Amtszeit saß er ab 1999 in verschiedenen Kommissionen.

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