Tests für Lehrer

Tuberkulose-Verdacht trifft 44 Schüler

Nach dem Alarm um eine an Tuberkulose erkrankte 18-jährige Schülerin der Linzer HLW Auhof laufen die Sanitätsmaßnahmen auf Hochtouren: 44 Mitschülerinnen und 22 Lehrkräfte müssen sich auf eine mögliche TBC-Infektion testen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung ist allerdings sehr gering.

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"44 Schülerinnen und 22 Lehrkräfte werden untersucht. Es sind so viele, weil wir einen fächerübergreifende Unterricht haben. Betroffen sind all jene, die acht Stunden durchgehend mit der erkrankten Schülerin in  einem Raum verbracht haben", erklärt Ulrike Weberndorfer, Leiterin der HLW Auhof in Linz-Urfahr. Sie ist für insgesamt 373 Schüler und 55 Pädagogen zuständig, schränkt aber ein: "Laut Gesundheitsamt und Amtsarzt ist die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung der Infektion sehr gering. In Linz ist das in den vergangenen sechs Jahren kein einziges Mal passiert, auch nicht bei Ehepartnern. Gefährdet sind geschwächte Menschen, das ist aber bei unseren gut ernährten Jugendlichen sicher nicht der Fall."

Häufigste bakterielle Infektion, die zum Tod führt
Die erkrankte 18-Jährige wird im Spital behandelt. Tuberkulose  ist nach wie vor die weltweit am häufigsten zum Tode führende bakterielle Infektion,  so Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde  im Linzer Kepler-Klinikum. Pro Jahr werden dort etwa 150 Patienten mit TBC behandelt, zwei Drittel davon über einen längeren Zeitraum stationär. "Weltweit ist jeder dritte Mensch mit TBC infiziert, aber nur bei jedem Zehnten bricht die Krankheit auch irgendwann aus. Dennoch gibt es pro Jahr 1,5 Millionen Tote", sagt Lamprecht: "Mehr als 80 Prozent der Patienten sind sehr gut behandelbar und können mit einer relativ schnellen Heilung rechnen."

Es wird eine Kombinationstherapie mit mehreren Antibiotika angewandt, die sechs Monate dauert. Bei komplizierten Verläufen kann es aber auch zwölf bis 18 Monate dauern.

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