Mo, 18. Juni 2018

Schock in Schwechat

10.11.2016 12:15

Neugeborenes in Flughafen-Mistkübel geworfen - tot

Unfassbarer Vorfall am Flughafen Wien: Auf der Damentoilette wurde ein neugeborenes Mädchen entdeckt. Die aus Nigeria stammende Mutter (28), die von der Polizei wenig später schlafend im Wartebereich an einem Gate gefunden wurde, hatte das Baby in einen Plastiksack gesteckt und in einen Mülleimer geworfen. Der Grund: Sie habe gedacht, das Kind sei bereits tot - und sie habe ihren Flug nicht verpassen wollen.

Reinigungspersonal hatte das Bündel in dem Mistkübel entdeckt und Alarm geschlagen. Die Flughafenmitarbeiterin, die als Erste kurz nach 1 Uhr von dem schrecklichen Fund erfuhr, eilte sofort zum Toilettenbereich. Und tatsächlich: In einem luftdicht verschlossenen Plastiksackerl lag das Baby. Die Servicemitarbeiterin holte das Bündel vorsichtig aus dem Eimer und öffnete den Plastiksack. Kurz darauf trafen die Sanitäter ein.

Baby im Spital gestorben
Das Neugeborene zeigte keine Lebenszeichen mehr, die Rettungskräfte begannen mit der Reanimation. Das Baby wurde zur Beatmung intubiert, auch ein Defibrillator kam zum Einsatz. Die Maßnahmen waren zunächst auch erfolgreich: Das Baby konnte stabilisiert werden und wurde anschließend von der Rettung in ein Wiener Spital gebracht. Dort kämpften die Mediziner weiter um das junge Leben - doch vergebens: Der Säugling starb am Donnerstagvormittag im Krankenhaus. Grund sei der lange Sauerstoffmangel gewesen, so Christoph Mierau, der Sprecher des Wiener Krankenanstaltenverbundes.

Mutter dachte, Baby sei längst gestorben
Während die Sanitäter um das Leben des Babys kämpften, trafen Polizei und Kripo-Beamte am Fundort ein und machten sich umgehend auf die Suche nach der Mutter. Kurz vor 2 Uhr wurden die Beamten fündig: Die 28-jährige Studentin aus Nigeria - sie wollte von Weißrussland kommend via Wien in die USA fliegen - lag schlafend auf einer Sitzgelegenheit im Shop-Bereich des Flughafens.

Auf die Frage, warum sie ihr Kind derart zurückgelassen habe, sagte sie laut "Krone"-Informationen, dass sie gedacht habe, ihr Kind sei bereits tot zur Welt gekommen. Sie habe zudem schon seit Tagen keine Regung des Säuglings mehr in ihrem Bauch wahrgenommen. Zudem habe sie ihren Flug um 10 Uhr nicht verpassen wollen. Die Mutter wurde danach ebenfalls unter Polizeiaufsicht ins Spital gebracht. Das Baby wurde in den letzten Augenblicken seines Lebens noch einmal seiner Mutter übergeben und starb in ihren Armen.

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