Fr, 22. Juni 2018

Actionkomödie

28.09.2016 12:00

"War Dogs": Kumpel, Krieg und Kohle

"War Dogs" (Kinostart: 30. September) ist einer dieser Filme, in denen die Hauptfigur gleich zu Beginn einen bedeutungsschweren Satz aus dem Off raunt: "Wie gut kennst du den Krieg?", fragt David Packouz, ein von Miles Teller ("Whiplash") gespielter Collegeabbrecher in den frühen Zwanzigern. Welcher Zuschauer würde da nicht antworten: "Vermutlich gar nicht!"?

Mit der Frage scheint für die knapp zwei Stunden der Ton gesetzt. Es geht um Kritik am US-Militärkomplex, erzählt von einem sympathischen Protagonisten. Packouz trifft seinen Kinderfreund Efraim Diveroli wieder (Jonah Hill, "21 Jump Street"). Ihn will er mit Abgebrühtheit beeindrucken, schließlich ist Diveroli ein erfolgreicher Unternehmer. Sein Geld verdient er dank eines juristischen Schlupflochs damit, kleine Waffenaufträge der US-Armee zu erfüllen.

"Ich vermisse es, mir von niemandem irgendeinen Scheiß vorschreiben zu lassen", sagt Packouz und der nächste Schritt ist klar. Er steigt bei Diveroli ein, beide zusammen sind schnell erfolgreich. Zunächst geht der Plan auf. Sie werden zu wichtigen Militärlieferanten und ziehen einen Großauftrag im Wert von mehr als 300 Millionen Dollar an Land.

Diese unglaubliche Story ist das größte Plus des Films: die wahre Geschichte, auf der er basiert. Ausgegraben hat sie vor einigen Jahren Guy Lawson für das Magazin "Rolling Stone", sein Artikel "Die bekifften Waffendealer: Wie zwei amerikanische Jungs zu großspurigen Waffenhändler wurden" war die Vorlage. Dass es solche Knallchargen überhaupt schaffen, sich dem US-Militär als vermeintlicher Rüstungsgigant zu präsentieren, sagt viel über die Politik in diesem Land.

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