15.08.2016 10:17 |

Tumult nahe Nizza

Massenpanik nach Knallgeräuschen - 40 Verletzte

Im französischen Urlaubsort Juan-les-Pins sind am Sonntagabend mehrere Menschen verletzt worden, als aus Furcht vor einem Attentat kurzzeitig Panik ausbrach. Offenbar hatten Knallgeräusche die Menschen in einem Viertel des Orts mit vielen Lokalen aufgeschreckt und dazu gebracht, Schutz in geschlossenen Räumen zu suchen, berichteten Augenzeugen.

Die Feuerwehr der kleinen Gemeinde an der Cote d'Azur sprach von mehreren Verletzten, wollte aber zunächst keine genaue Zahl nennen. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache der Panik auf und will dazu auch Videoaufnahmen auswerten.

Knallkörper aus fahrendem Auto geworfen - Dutzende Verletzte
Der Lokalradiosender France Bleu Azur berichtete, die Menschen hätten die Flucht ergriffen, als Knallkörper aus einem fahrenden Auto in dem beliebten Sommer- und Winterkurort geworfen wurden. Der Sender berichtete von rund 40 Verletzten.

Augenzeuge spricht von "Massenpanik"
Möglicherweise habe ein besonders lauter Motor die Knallgeräusche verursacht, berichteten Augenzeugen. Einer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe eine "Massenpanik" mit vielen fliehenden Menschen miterlebt. Die Außenterrassen vieler Lokale seien verwüstet, es seien umgeworfene Tische und Sessel zu sehen, Feuerwehr und Notärzte seien im Einsatz, die Polizei habe die Gegend abgesperrt.

Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, hatte ein islamistisch motivierter Attentäter auf der Strandpromenade im nur rund 20 Kilometer entfernt gelegenen Nizza 85 Menschen getötet. Er war mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast.

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