Do, 15. November 2018

krone.at-Test

30.06.2016 12:36

Rauer Neon-Charme in "Trials of the Blood Dragon"

Ubisoft hat rechtzeitig zu seinem 30. Geburtstag mit "Trials of the Blood Dragon" eine ebenso schräge wie bunte Hommage ans Actionkino der Achtziger veröffentlicht. Wie in der "Trials"-Serie üblich, rast man darin als Biker durch Hindernis-Parcours, darf diesmal dabei aber auch zur Waffe greifen. Wie sich das spielt, hat krone.at getestet.

"Trials of the Blood Dragon" ist der Spiel gewordene Mix der Motorrad-Hindernisfahrt "Trials" mit dem Neon-Shooter "Far Cry 3"-Ableger "Blood Dragon". Das Game entführt die Spieler in einen fiktiven vierten Vietnamkrieg des Jahres 2019, in dem es ihre Aufgabe ist, die freie Welt zu retten.

Inszeniert ist das Ganze als neongetränktes B-Movie mit Synthesizer-Sounds, Trickfilm-Sequenzen und jeder Menge Explosionen - also genau so, wie es sich Fans des Achtziger-Actionkinos wünschen dürften.

Biken, ballern, hüpfen: Cooler Gameplay-Mix
Spielerisch ist der Titel ein Mix aus 2D-Geschicklichkeitsrennspiel und Plattformer-Ballerei. Während der abgedrehten Bike-Passagen gilt es, spektakuläre Sprünge und Saltos zu vollführen, ohne umzukippen. Vor- und zurücklehnen, Gas geben, bremsen: Schon die Kontrolle des Bikes ist in den immer fieser werdenden Levels fordernd.

Mit dem klassischen "Trials"-Prinzip ist es im neuen Ableger aber nicht getan. Im Spielverlauf kommt noch eine ordentliche Prise ballern dazu - sowohl während der Motorrad-Passagen, als auch zu Fuß in Jump'n'Run-Sequenzen.

Vereinzelt darf der Spieler das Bike sogar gegen andere Fahrzeuge eintauschen - etwa Panzer, ferngesteuerte RC-Autos oder Jetpacks. Das macht "Trials of the Blood Dragon" abwechslungsreicher als manch anderen Vertreter der Serie - besonders, wenn man während eines Motorrad-Saltos ballernd ein paar Dinge in die Luft jagt.

Coole Spielwelt, stimmige Vertonung
Nachhaltig in Erinnerung bleibt dem Spieler "Trials of the Blood Dragon" primär wegen seines unkonventionellen Grafikstils. Die neonfarbene Welt ist voll mit Anspielungen auf das Actionkino der Achtziger, nimmt sich selbst nicht ganz ernst und erzeugt mit dem Synthie-Soundtrack ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Sogar ein Röhrenfernseher-Filter ist im Einsatz.

Klar muss der Spieler ein gewisses Faible für das Szenario haben, aber wer "Far Cry 3: Blood Dragon" gern hatte, könnte auch mit dem "Trials"-Ableger Freude haben. Zumal die coolen Sprüche, die das Heldenduo Roxanne und Slater Colt absondert, sich ziemlich gut in dieses B-Movie-Gesamtpaket einfügen.

Da ist es schade, dass das ganze Spiel insgesamt recht kurz geworden ist und es den Jump'n'Run-Passagen bisweilen an Abwechslung mangelt.

Steuerung könnte etwas präziser sein
Schade: Die Steuerung könnte in den Baller- und Jump'n'Run-Passagen präziser sein. Zudem kann es im Spielverlauf durchaus kniffelig sein, simultan dafür zu sorgen, während der Motorrad-Stunts nicht auf die Nase zu fallen und gleichzeitig mit der Waffe in der Hand die freie Welt zu verteidigen.

Schön wäre auch ein über Online-Ranglisten hinausgehender Mehrspielermodus gewesen. In der PC-Version werden überdies manche Gamepads - etwa der Steam Controller - nicht korrekt unterstützt, der Controller der Xbox 360 funktioniert dagegen.

Fazit: Auch, wenn es nicht alle Multiplayer- und Präzisions-Bedürfnisse befriedigt, ist "Trials of the Blood Dragon" ein cooles Game für Zwischendurch. Für 15 Euro versetzt es den Spieler in eine witzige neongetränkte Spielwelt mit dem Charme eines B-Movies, die mit Bike- und Baller-Passagen spielerische Abwechslung bietet. Klar ist es ein kurzes Vergnügen und hätte mehr Feinschliff vertragen, B-Movie-Fans werden aber trotzdem für ein paar Stunden Freude damit haben.

Plattform: PC (getestet), PS4, Xbox One
Publisher: Ubisoft
krone.at-Wertung: 6/10

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