Fr, 21. September 2018

Mit an Bord:

22.06.2016 09:23

Der Fischer und sein Weißensee

Martin Müllers Tage sind geprägt von Fisch. Mit seinem Wildfang aus dem naturbelassenen Weißensee sorgt er für Hochgenuss. Zeitgleich versucht er, das höchst sensible Ökosystem ganzheitlich zu begreifen und bewirtschaften.

Mitte Juni. Morgengrauen am Weißensee. Kräftig peitscht der Wind über das Wasser, und kalter Regen sorgt dafür, dass sich so mancher lieber wieder im Bett umdreht.Anders Martin Müller. Der Berufsfischer und Ökologe ist kurz davor, in See zu stechen - die "Krone" ist mit an Bord.

"Egal, wie das Wetter draußen ist, ich fahre raus!", schmunzelt der Weißenseer und startet seinen sechs PS starken Außenborder. Müllers kleine, mit bunt gemalten Fischen verzierte Zille gleitet Richtung Paterzipf. 55 Meter tief ist dort der See. Tags zuvor hat Müller mehrere hundert Meter Kiemennetze in acht bis 15 Meter Tiefe in das Freiwasser gehängt.

"Heute sollte uns ein guter Fang gelingen", ist Müller überzeugt. Frischer Wildfang aus dem Weißensee! Bewusster, respektvoller und nachhaltiger kann man ein Stück Natur nicht genießen. "Wir richten uns nämlich nicht nach der Nachfrage, sondern der Fischbestand gibt uns vor, wie viel jährlich entnommen wird."

Mittlerweile hat es kräftig zu schütten begonnen - es ist alles andere als gemütlich, dennoch kann sich Müller keinen schöneren Beruf vorstellen. Langsam holt der Fischer seine Netze ein. Der Frischebehälter füllt sich mit Reinanken, aber auch einige Seeforellen sind darunter. Im Gesicht des Fischers ist ein Grinsen zu sehen, auch wenn die Reinanken nicht die erhoffte Größe haben.

Zurück an Land, wird der Wildfang sofort verarbeitet. Müllers Handy klingelt. Es ist der Weißenseer Haubenkoch Hannes Müller, der seine tägliche Bestellung abgibt: Heute sind es drei Kilogramm Filet, die noch am Vormittag ins Genießer-Landhotel Forelle geliefert werden.

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