100er-Diskussion

¿Passender¿ Tempolimit-Termin

In seiner Kritik am Tempo 100 auf der Westautobahn zwischen Enns und Ebelsberg lässt SP-Chef Erich Haider nicht locker - und nimmt jetzt den Termin für das Inkrafttreten der Beschränkung am 1. November ins Visier: „Eine so lange Anlaufzeit ist unnötig. Sie wurde ,passend´ für den schwarzgrünen Wahlkampf gewählt.“

Verwaltungstechnisch, so Haider, könnte eine solche Verordnung innerhalb von nur 14 Tagen nach dem Beschluss in Kraft treten. Dass sich der grüne Umwelt-Landesrat Rudi Anschober und die VP-Mitglieder der Landesregierung, die für seine Verordnung stimmten, fast drei Monate Zeit lassen, sei von den Sachargumenten her - die Haider aber anzweifelt - nicht zu rechtfertigen: „Wenn die Umweltbelastung durch den Autoverkehr dort wirklich so groß wäre, müsste man schnell handeln.“

Belastung übertrieben?
Entweder sei also die Belastung übertrieben, meint Haider, oder Schwarzgrün nehme sie unnötig lange in Kauf, damit die beiden Parteien im Nationalratswahlkampf punkten können: „Den Grünwählern wird rigoroses Vorgehen gegen den Autoverkehr versprochen, Ernst damit wird es aber erst nach der Wahl, damit sich Autofahrer, die vielleicht schwarz wählen würden, nicht über einen unsinnigen Hunderter auf einer sechsspurigen Autobahn ärgern.“

Sicher ist eines: Nach der Wahl wird es einen anderen Verkehrsminister geben - vielleicht einen, mit dem sich Oberösterreich auf Tempo 100 einigen kann…

 

 

Foto: Uta Rojsek-Wiedergut

Donnerstag, 24. Juni 2021
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