14.03.2016 23:00 |

Ehefrau vor Gericht

AvW-Skandal hat ein Nachspiel

Mehr als sechs Jahre ist der AvW-Skandal schon her - aber ausgestanden ist er für die Familie Auer-Welsbach noch nicht. Während der Firmenboss Wolfgang gerade auf seine vorzeitige Haftentlassung wartet, muss auch seine Ehefrau auf die Anklagebank. Die 49-Jährige saß ja ebenfalls im Vorstand der Finanzfirma.

"Von Aktien verstehe ich nicht viel - mein Mann ist ein Finanzgenie!" - 2010 hat das die Ehefrau von Wolfgang Auer-Welsbach noch über ihren wegen Betruges inhaftierten Gatten gesagt. Jetzt holt sie die Vergangenheit an der Seite des Betrügers und im Vorstand seines Unternehmens doch noch ein. Die Staatsanwaltschaft hat zwar alle Ermittlungen wegen schwerer Delikte eingestellt, aber einen Strafantrag wegen fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Fälschung eines Beweismittels eingebracht.

"Meine Mandantin wird zur Fahrlässigkeit auch reumütig geständig sein", erklärt Verteidiger Michael Sommer. "Sie hatte eigentlich schon eine Diversion beantragt." Und vom Richter auch genehmigt bekommen.

Doch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hatte sich dagegen gesperrt; die Oberbehörde kam ebenfalls zu dem Schluss, dass in diesem Aufsehen erregenden Fall die "Außenwirkung" nicht zu unterschätzen sei. Daher muss sich die 49-Jährige nun erstmals seit dem Skandal vor Gericht verantworten. Wann ihr Mann übrigens wieder in Freiheit kommt, ist noch offen. Theoretisch könnte er Samstag heimgehen, praktisch hat die Staatsanwaltschaft dagegen allerdings Rechtsmittel erhoben.

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