Schwere Gewitter

In nur zwei Stunden über hundert Unwetter-Einsätze

Oberösterreich
07.07.2006 18:50
Wieder tobten schwere Unwetter über Oberösterreich! 42 Feuerwehren mit 425 Mann waren im Einsatz, mussten in nur zwei Stunden über hundert Mal ausrücken. Die Ennser Florianijünger konnten gleich daheim bleiben, mussten nämlich das eigene Zeughaus auspumpen. Blitze verursachten sieben Brände, den folgenschwersten in Mehrnbach: Dort brannte ein Bauernhof ab. Schaden: 250.000 Euro.

Die Gewitter brachen Donnerstag um 20 Uhr los, besonders heftig in den Bezirken Braunau, Gmunden, Ried im Innkreis, Vöcklabruck und Linz-Land, da vor allem in Traun, Ansfelden und Asten. Die Wassermassen überfluteten Keller, Tiefgaragen und Unterführungen. Und sogar das Feuerwehr-Zeughaus in Enns. Als die Florianijünger ausrücken wollten, standen sie im Keller bis zu den Knöcheln im Wasser. „Der Kanal konnte den Regen nicht mehr aufnehmen, er suchte sich seinen Weg durch die Abflüsse im Keller“, berichtet Brandinspektor Roland Schlucker. Bis Mitternacht waren die Ennser mit der Behebung des eigenen Schadens beschäftigt.

250.000 Euro Schaden
Sieben Mal mussten Feuerwehren zu Bränden nach Blitzschlag ausrücken. In Mehrnbach ging die Scheune des Landwirtehepaars Friedrich und Frieda Kettl in Flammen auf. Das Feuer griff rasend schnell um sich, erfasste auch den angrenzenden Stall. 45 Kühe konnten rechtzeitig ins Freie gebracht werden, zwei Kälber kamen um. Der Sachschaden wird auf etwa 250.000 Euro geschätzt. Zahlreiche weitere Brandalarme entpuppten sich als Fehlzündungen, die ebenfalls durch Blitze ausgelöst worden waren.

Gefährliche Nachzündungen
Gefährlich und schwierig war ein Einsatz der Feuerwehr Alkoven um 6.42 Uhr früh: Ein Strommast stand in Flammen. Mitten auf einem Feld, auf dem die schweren Einsatzfahrzeuge stecken blieben. Alles musste aufs Kommandofahrzeug umgeladen werden, damit auch die letzten 120 Meter bewältigbar waren. Schnell war klar, dass in der Nacht ein Blitz die Isolatoren zerstört und der Mast schon Stunden gebrannt haben muss. Doch noch immer gab es gefährliche Nachzündungen, deshalb musste die Energieversorgung abgeschaltet werden. Nach dem Wiedereinschalten brannte es erneut, erst der zweite Löschangriff gelang.

 

 

Foto: FF Mehrnbach

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