So, 26. Mai 2019
19.01.2016 14:00

"Krone"-Ombudsfrau

Ungebetener Gast campierte in Auto

Die Generali-Versicherung spricht von einem "doch sehr speziellen Fall" - und man muss ihr Recht geben. Im Auto von Gerhard Z. nistete sich im November ein Drogenabhängiger ein. Ein bis zwei Tage hat er im Fahrzeug, das in dieser Zeit in der Garage abgestellt war, verbracht und den Innenraum verschmutzt.

Der Vorfall ereignete sich mitten in einer Siedlung, aber niemand hatte von dem Eindringling etwas bemerkt. Als Gerhard Z. aus Haag (NÖ) den ungebetenen Gast entdeckte, war der Schaden bereits passiert. "Das Auto selbst war unversperrt, allerdings war es in der versperrten Garage abgestellt. Das Garagentor wird bei Bedarf jeweils nur kurzzeitig zur Verrichtung unterschiedlicher Arbeiten geöffnet."

Dieser Umstand reichte für die Versicherung, zuerst einmal eine Bezahlung des Schadens in Frage zu stellen. Für den Tatbestand "mut- und böswillige Handlungen betriebsfremder Personen", landläufig Vandalismus, ist ein Vorsatz des Täters maßgeblich, erfuhren wir von der Versicherung. "Dass die hier tatbegehende Person mit dem Vorsatz in das Fahrzeug eingedrungen ist, es im Innenraum zu verunreinigen, ist sehr unwahrscheinlich und jedenfalls nicht nachgewiesen."

Während die Polizei in der Sache ermittelte, blieb Herr Z. mit einem total verschmutzten Auto und voraussichtlichen Kosten von mehreren Tausend Euro auf der Strecke.

Das wollte auch die Generali nicht: Am Kulanzweg übernahm sie die Kosten!

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