10.01.2016 12:41 |

"Krone"-Kommentar

Nach Kölner Skandalnacht brechen jetzt die Dämme

Die Kölner Skandalnacht und ihre Folgen sind ein Wendepunkt in der Flüchtlingskrise. Die Nerven liegen blank.

Nach der Empörung über die Täter folgt die Empörung über die Polizeiführung, nachdem bekannt geworden war, dass aus vorauseilender "politischer Korrektheit" (Angst vor Rassismusvorwürfen) der Migrationshintergrund kleingeredet, ja vertuscht werden sollte. Damit haben die Behörden aber erst recht sprichwörtlich das Kind in den Brunnen geworfen.

Angesichts des öffentlichen Aufschreis können nun auch die selbst ernannten "besonnenen Kräfte" nichts mehr schönreden. Der Ernst der Lage zwingt sie aus der Deckung.

"Auf der Kippe", betitelt der "Spiegel" die öffentliche Stimmung. Nein, es brechen die Dämme! Die Geduld ist zu Ende.

Warnende Stimmen, darunter Außenminister Sebastian Kurz, hat es gegeben, um noch rechtzeitig gegenzusteuern, damit die "Willkommenskultur" nicht Schaden nimmt. Dafür musste sich Kurz im Herbst herbe Schelte anhören.

Schade: Die "Gutmenschen" ("Wir müssen das Anderssein respektieren") wollten "den Gegnern nicht in die Hände spielen". Ihre Querschüsse gegen eine vernünftige Politik haben der gesellschaftlichen Stabilität schwersten Schaden zugefügt und das Zusammenleben mit Flüchtlingen und Migranten, welches möglich ist, völlig vergiftet.

Was bleibt, sind Wut und Angst.

Video zur Silvesternacht in Köln: "Die Frauen suchten bei mir Schutz"

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