Di, 14. August 2018

Aktion #StayWild

21.12.2015 08:42

Kein Weihnachtsfriede für die Delfine in Japan

Bis zu 50 Streifendelfine wurden vergangenen Freitag in der berüchtigten Bucht des japanischen Fischerortes Taiji brutal getötet. Gleich im Anschluss verließen Fischerboote den Hafen, um am Wochenende erneut eine noch unbekannte Anzahl von Streifendelfinen und Großen Tümmlern Richtung Strand zu treiben und mit Netzen den Fluchtweg abzusperren.

Die weltweit heftigen Protesten ausgesetzte Bejagung von Delfinen in japanischen Gewässern unter Mitwirkung von Zoos und Vergnügungsparks veranlasste auch die beiden Wiener Contemporary-Art-Künstler Axel Just und Benjamin Fillitz zur Kreation des fahrenden Statements #StayWild, um den Dialog zwischen Delfinschützern und japanischen Entscheidungsträgern zu unterstützen.

Ric O'Barry richtete Appell an "Krone"-Leser
Vor der Aktion war eine Anfrage des international renommierten Delfinschützers Ric O'Barry, ehemaliger Flipper-Trainer und Protagonist des mit einem Oscar prämierten Dokumentarfilms "Die Bucht", für einen Gesprächstermin mit Vertretern der japanischen Botschaft während seines Wien-Aufenthaltes kategorisch abgelehnt worden. Sein Appell an alle Tierfreunde: Niemals Tickets für Delfin-Shows kaufen, wie er im "Krone"-Interview betonte.

Das von der jahrhundertealten Kultur Japans inspirierte Bild arbeitet mit den japanischen Schriftzeichen für die Worte "Tier", "Natur", "Wildheit" und "Freiheit" sowie einer unkonventionellen Delfindarstellung. Die Aktion der beiden Künstler in Kooperation mit Ric O'Barry wurde vom Wiener Kampagnenbüro "Shifting Values" und der Meeresschutzorganisation "OceanCare" zur Unterstützung der in Japan aktiven Organisation DolphinProject.net initiiert. "Wer das Gespräch verweigert, hat meist etwas zu verbergen. Unsere Aktion ist ein Appell für den Dialog und kommuniziert respektvoll eine klare Botschaft - Stay Wild!", kommentiert Artenschutzcampaigner Nicolas Entrup für die Initiatoren.

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