Science Fiction

Elektrische Oma in ¿3D¿

„Die elektrische Großmutter“ ist das Erstlingswerk von Franz Schwabeneder. Es spiegelt die Zuneigung des Autors zur Science Fiction-Welt wider, hat er sich doch einer Vorlage von Ray Bradbury bedient. Im Linzer Phönix-Theater erlebte die schwungvolle Familienstory eine Uraufführung in „3D“ und mit Happy End.

Die elektrische Großmutter heißt Cecily, Seriennummer 0000214 - und sie bringt wieder Leben (oder Ordnung - je nach Sichtweise) in eine Familie, die ihre Mutter verloren hat. Autor Schwabeneder, der auch Regie führt, trifft den Ton der drei liebenswerten, kleinen Rabauken (himmlisch Gabriele Deutsch, pfiffig Randolf Destaller und Christian Scharrer) ausgezeichnet. Den Vater (Thomas Pohl) lässt er verbal ein wenig gestelzt daherkommen. Die Roboter-Oma findet in Waltraud Starck eine starke, menschliche - im Stück nennt sich so etwas „humanoide“ - Umsetzung. Die vielen (allzu) g´scheiten Kommentare, die ihr der Autor Schwabeneder auferlegt, tun ihrer Beliebtheit keinen Abbruch.

Das Besondere an dieser Inszenierung im Rahmen des Schäxpir-Festivals aber sind die dreidimensionalen Zuspielungen aus dem Ars Electronica Labor: Roboterschöpfer und Tante grüßen in „3D“ aus dem Weltall und ein paar Schmetterlinge flattern einem direkt vor der Nase vorbei. Nette Story, sehenswerte Umsetzung!

 

 

 

Foto: Herzenberger

Samstag, 08. Mai 2021
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