18.10.2015 12:57 |

Tsonga chancenlos

Djokovic ungefährdet in Shanghai zum Titel

Novak Djokovic hat seinen unwiderstehlichen Lauf in diesem Jahr auch im Finale von Shanghai fortgesetzt. Der Weltranglisten-Erste ließ dem müde wirkenden Wien-Starter Jo-Wilfried Tsonga am Sonntag beim 6:2 und 6:4 in nur 78 Minuten letztlich keine Chance. Djokovic freute sich über seinen neunten Saison-Titel und einen Scheck über 913.600 US-Dollar (804.225,35 Euro).

Djokovic ist nun seit den US Open ungeschlagen und hält schon wieder bei 17:0-Siegen. Nach New York hatte er dazwischen auch in Peking gewonnen. Allein in diesem Jahr hat der 28-jährige Serbe bereits die 16-Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze überschritten. Zum Vergleich trotz Inflation trotzdem interessant: Der 44-fache Turniersieger und Österreichs einziger Grand-Slam-Einzelsieger Thomas Muster (French Open 1995) hat in seiner gesamten Karriere ein Preisgeld von 12,267 Mio. US-Dollar verdient. Djokovic hat gesamt bisher 57 ATP-Titel und schon über 88 Mio. Dollar Preisgeld gewonnen.

Tsonga erschöpft
Tsonga, der sich mit dem Finaleinzug in Shanghai vom 15. auf den neunten Zwischenrang im "Race to London" verbessert hat, wirkte müde im Endspiel. Die Veranstalter des Erste Bank Open in Wien, wo der Franzose am Mittwoch gegen Tommy Haas spielen soll, werden wohl erst aufatmen, wenn "Jo" die Stadthalle betritt.

Für die Rückkehr Tsongas in die Bundeshauptstadt spricht aber, dass er unbedingt noch den Sprung zum Masters in London schaffen will. Dem Wien-Sieger von 2011 fehlen auf den achtplatzierten David Ferrer, der beim Erste Bank Open als Nummer eins gesetzt ist, trotz Shanghai beinahe 1.000 Punkte. Bis zu den ATP Finals in der Londoner O2-Arena können durch die diesjährige Aufteilung der ATP-500er-Turniere in Wien und Basel (ab 2016 in der gleichen Woche) sowie ab 2.11. beim Masters-1000 in Paris noch maximal 2.000 Punkte geholt werden.

Radwanska bei WTA-Finals
Die Polin Agnieszka Radwanska hat am Sonntag mit dem Finalsieg in Tianjin (China) als fünfte Spielerin den Sprung zu den WTA-Finals in Singapur geschafft. Die Weltranglisten-Sechste hatte gegen die Montenegrinerin Danka Kovinic beim 6:1 und 6:2 keinerlei Mühe.

Kerber muss noch warten
Angelique Kerber vergab hingegen vorerst die Chance, ebenfalls ins Feld der acht besten Spielerinnen aufzurücken. Die Deutsche musste sich am Sonntag Jelena Jankovic mit 6:3, 6:7(4) und 1:6 beugen, mit dem Titel bei dem 250.000-Dollar-Turnier hätte Kerber ebenfalls das Singapur-Ticket fixiert. Für Jankovic war es der 15. WTA-Titel ihrer Karriere, sie sorgte für ein Asien-Double für Serbien kurz nach Djokovic' Sieg.

Die "Road to Singapore", die wie im "Race to London" bei den Männern die Leistungen des Kalenderjahres widerspiegelt, gestaltet sich laut WTA spannend wie nie zuvor. Bisher haben sich Simona Halep, Maria Scharapowa, Garbine Muguruza, Petra Kvitova und eben Radwanska qualifiziert. Saison-Dominatorin Serena Williams hat ihr Jahr ja bereits beendet. Fixiert wird das Feld kommende Woche, in der beim Kremlin-Cup in Moskau sechs Spielerinnen noch um einen der begehrten Plätze für das Turnier vom 23.10. bis 1.11 kämpfen.

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