Mo, 25. Juni 2018

Tamara:

13.08.2015 12:00

Wie viele Männer sind gut für uns?

Liebe Julie, letztens sind meine Freundinnen und ich zusammen gesessen und haben, wie in einer Mädelsrunde üblich, auch über Ex-Freunde und Ex-Affären gesprochen. Während meine Freundinnen bis zu maximal 10 Kerle hatten, war ich schon mit über 20 Typen im Bett. Ist das zu viel? Wie viele Männer sind genug? Tamara

Liebe Tamara,

die Antwort auf die Frage nach der richtigen Anzahl der Männer ist eine ebenso individuelle, wie die, wie viele Paar Schuhe man als Frau mindestens besitzen sollte. Fühlst du dich wohl mit den schwarzen High Heels und den blauen Sneakers, die du jedes zweite Jahr gegen neue austauschst? Fein. Möchtest du gerne die tägliche Abwechslung, das Passende für jeden Anlass und die unterschiedlichsten Modelle auch noch in den unterschiedlichsten Farben? Dann brauchst du mehr.

Wir können so viele oder wenige Männer - und Frauen - in unser Bett einladen, wie wir wollen und brauchen. Im Tierreich ist Polyandrie (Vielmännerei) beispielsweise völlig normal. Von der Fliege bis zum Affen haben alle Weibchen wechselnde Sexualpartner und sorgen damit für den Fortbestand ihrer Spezies.

Genauso wenig jedoch, wie wir abgelutschte Lollis mit abgekauten Stängeln mögen, freut sich Mann über Frau mit vielen Liebhabern. Er träumt von einer jungfräulichen Hure, die seinen Kleinen für den Allergrößten hält und ihm den perfekten Blowjob verpasst, um danach „Schatz, so etwas hab ich noch nie gemacht!“ zu flüstern. Dementsprechend sind Notlügen erlaubt und werden auch von jeder Frau angewendet.

Aber, ehrlich, auch: Zählt der „Mann ohne Namen“ aus der Bar, der einen neugierig mit den Fingern erkundete, oder der Kollege bei dem man sich sogar das obligatorische „du-warst-so-super“-Lob einfach verkneifen musste, weil nach gefühlten zwei Sekunden schon alles wieder vorbei war, überhaupt wirklich?

Zwei fabelhafte Liebhaber können einen in puncto Sex oft weiter bringen als 36 Kerle, die die Klitoris mit einem Joystick verwechseln. Und, genau an jene, sollte man sich auch erinnern. Auf Nachfrage, gerne öffentlich. Immerhin liegt die Dunkelziffer sowie meist weit höher und das ist jedem bewusst. Außerdem muss frau ja auch oftmals etwas Neues wagen. Statistiken oder Vergleiche sind dabei ebenso vollkommen irrelevant. Denn: Hätte die Amerikanerin Amelia Earhart nur das gemacht, was sich gehört, wäre sie niemals als erste Frau über den Atlantik geflogen.

Lass dir deinen Wagemut nicht nehmen, bewahre dir lieber ein paar kleine Geheimnisse!

Möge dir Großes widerfahren,

Petite Julie

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