Sa, 18. August 2018

Gedenkfeier in Polen

30.04.2015 06:40

"Nachtwolf" mit anderen Bikern in Auschwitz

Trotz polnischer Einreiseverweigerung hat ein Mitglied des russischen Motorradklubs "Nachtwölfe" zusammen mit anderen russischen und polnischen Bikern das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz besucht. Vor dem Galgen auf dem "Appellplatz" der Häftlinge legte die Gruppe am Mittwoch Blumen nieder, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete.

Zudem rollten die Biker vor der Gedenkstätte nach Angaben eines Museumssprechers kurz die alte sowjetische Flagge aus. Mit ihrer Fahrt von Moskau nach Berlin wollen die "Nachtwölfe" an den Sieg der Roten Armee über das nationalsozialistische Deutschland vor 70 Jahren erinnern.

"Nachtwolf" mit tschechischem Kennzeichen unterwegs
Unter den Motorradfahrern befand sich auch der Moskauer Wladimir Wassiljew, nach eigenen Angaben ein Mitglied der "Nachtwölfe". Er hatte nicht versucht, zusammen mit anderen Bikern des kremlnahen Klubs über Weißrussland einzureisen, sondern war nach Tschechien geflogen und auf einer Maschine mit tschechischem Kennzeichen unterwegs. "Ich bin hierher gekommen, um unsere Kinder daran zu erinnern, was hier geschehen ist, damit es sich in der Zukunft nicht wiederholt", sagte er.

Polen hatte den "Nachtwölfen" die Einreise verweigert. Das russische Außenministerium reagierte brüskiert darauf. Die Biker gelten als äußerst patriotisch und sind Anhänger von Präsident Wladimir Putin. Nun wollen die "Nachtwölfe" offenbar auf anderen Wegen ihre "Siegesfahrt" nach Berlin fortsetzen.

Auch Litauen verweigerte Einreise
Auch der litauische Grenzschutz wies am Mittwoch vier russische und weißrussische Motorradfahrer an der Grenze ab, berichtete die Nachrichtenagentur BNS. Es gab jedoch keine Angaben, ob es sich um Mitglieder der "Nachtwölfe" handelte. Seit Montag hatte Litauen acht weiteren Bikern die Einreise verweigert, einer von ihnen gehörte nach eigenen Angaben den "Nachtwölfen" an.

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