Mi, 15. August 2018

Kammerjäger-Einsatz

04.04.2015 11:42

Kakerlaken: Das große Krabbeln im Spital

Sie können einen Atomkrieg überleben, heißt es, und neun Tage ohne Kopf – die Rede ist von Kakerlaken, die niemand bei sich zu Hause umherkrabbeln sehen will. Es gibt einen Ort, an dem sie noch widerlicher sind: im Krankenhaus. Im Wilhelminenspital musste sogar der Kammerjäger ausrücken.

Die vielen Beinchen, der Panzer und dann diese Horrorgeschichten. Dass man auf Kakerlaken nicht draufsteigen soll zum Beispiel, weil die Eier selbst Flugreisen überleben. Vieles ist Blödsinn, das allerdings ist wirklich passiert: Vor zwei Wochen spazierte ein Herr in Pavillon 26 (Neurologische Abteilung), den man dort nicht so gerne sieht – ein Kammerjäger, sogar mit Gifttank auf dem Rücken. Im ersten Stock kam ihm auch schon eine aufgeregte Schwester entgegen. In der Hand einen Becher, in dem Kakerlakenleichen zur Begutachtung lagen. „Das sind sie“, erklärte sie aufgeregt. Der eifrige Kammerjäger schritt zur Tat – mit der Erklärung, dass dies ja keine Seltenheit sei hier in der Klinik.

„Tatsächlich gab es Ende März im physikalischen Institut im Keller Schaben“, erklärt ein Sprecher des Krankenanstaltenverbundes. „Allerdings gab es keine Gefahr für Patienten, es war auch kein Patientenzimmer betroffen.“ Ein Glück also, dass sich Kakerlaken neuerdings an die Privatsphäre der Zweibeiner halten.

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