Mi, 20. März 2019
20.03.2015 17:08

Vereiste Sensoren

Lufthansa-Airbus entging nur knapp der Katastrophe

Auf einem Lufthansa-Flug von Bilbao nach München ist es offenbar Ende 2014 beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge hatten die Bordcomputer den Airbus A321 in die Tiefe stürzen lassen. Nur die Reaktion der Piloten rettete die 109 Passagiere. Die Lufthansa bestätigte den Vorfall am Freitag.

Auslöser des Zwischenfalls am 5. November 2014 waren dem "Spiegel" zufolge vereiste Sensoren. Sie hätten das Computersystem des Flugzeugs mit falschen Daten gefüttert - woraufhin die Rechner des Airbus A321 einen steilen Sinkflug einleiteten.

Lufthansa-Sprecher: "Crew hat gut und umsichtig reagiert"
Mit 1.000 Metern pro Minute sei die Maschine mit 109 Passagieren an Bord in die Tiefe gerauscht. Erst nach Abschaltung der Computer hätten die Piloten wieder die Kontrolle erlangt und die Katastrophe noch verhindern, hieß es in dem Bericht. Die Crew habe "gut und umsichtig reagiert". Die Maschine sei sicher in München gelandet, sagte ein Lufthansa-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Problem mit vereisten Sensoren bekannt
Offenbar ist das Problem mit den vereisten Sensoren bekannt und Airbus habe der Lufthansa einen Austausch angeboten, schrieb der "Spiegel" weiter. Als Sofortmaßnahme seien bei der kompletten A320-Familie - insgesamt bei 80 Flugzeugen - die Sensoren ausgetauscht worden.

Der Beinahe-Absturz von Flug LH 1829 wird derzeit von der Flugunfalluntersuchung in Braunschweig untersucht, ein Zwischenbericht soll demnächst veröffentlicht werden.

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