Mi, 20. März 2019
03.03.2015 12:53

Ungewöhnliches Tier

Museum in Sydney zeigt äußerst seltenen Koboldhai

Ein australisches Museum hat am Dienstag eine äußerst seltene Hai-Art mit prähistorischen Wurzeln der Öffentlichkeit präsentiert. Der Koboldhai, dessen Vorfahren schon vor 125 Millionen Jahren lebten, war im Jänner einem Fischer vor der Südostküste Australiens ins Netz gegangen.

Sein Kadaver wurde zunächst von einem Aquarium aufgehoben und dann der Fischsammlung des Australian Museum in Sydney übergeben. Deren Leiter Mark McGrouther bezeichnete den auch als "Außerirdischen aus der Tiefe" bekannten Hai als "ziemlich beeindruckend". "Er ist nicht hässlich, er ist schön", sagte McGrouther.

Lange platte Nase und nagelartige Zähne
Der Koboldhai hat einen rosafarbenen Körper, eine lange, platte Nase und dünne spitze Zähne, die wie Nägel aussehen. Er kann ausgewachsen zwischen drei und vier Meter lang werden. Für den Beutefang verfügt er über einen praktischen Mechanismus: Wenn er einen Krebs oder einen kleinen Fisch entdeckt, schießt sein Kiefer nach vorne und zieht die Beute unter seine lange, spatenförmige Nase, wie McGrouther erläuterte.

Das Tier benötige aufgrund seiner weichen, schlaffen Muskulatur wohl nicht viel Energie. "Es schwimmt langsam über dem Boden und nutzt nur seine Schnauze wie einen Metalldetektor", sagte der Forscher.

Tier wird nur selten gefangen und gesehen
Das Museum in Sydney hatte erstmals in den 1980er-Jahren zwei Koboldhaie erhalten, nun hat es vier in seiner Sammlung. Der Hai mit dem wissenschaftlichen Namen Mitsukurina owstoni lebt im Pazifischen, im Atlantischen und im Indischen Ozean. Er wird äußerst selten von Menschen gesehen und entsprechend selten gefangen.

Der jüngste Zufallstreffer gelang einem Fischer im Jänner nahe der südostaustralischen Stadt Eden in 200 Metern Tiefe. Allerdings starb das Tier auf dem Weg zu dem Aquarium, doch sorgten deren Experten dafür, dass der Kadaver in einem guten Zustand im Museum ankam. Der Koboldhai soll im Museum konserviert werden und für Forschungszwecke zur Verfügung stehen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Grindpatzen“, „Nazi“
Hofer macht Ernst gegen Hassposter: Erste Urteile
Österreich
„Operation Aderlass“
Doping: 21 Athleten aus acht Nationen betroffen
Wintersport
Plan von Ratcliffe
Milliardär vor Mega-Deal: 2,9 Mrd. für FC Chelsea?
Fußball International
Tempo oft unterschätzt
43 Prozent der getöteten Radler fuhren E-Bikes
Österreich
Islamisten, Neonazis
Katia Wagner: Terror - was dürfen die Medien?
Video Show Brennpunkt
Herzogin Meghan:
Um Beileid auszudrücken, Mutterschutz unterbrochen
Video Stars & Society
Wahlquist überrascht
Wöchentlich! Dresden-Kicker gesteht „Ikea-Sucht“
Fußball International