03.03.2015 08:04 |

Fund in Honduras

Sagenumwobene "Weiße Stadt" im Regenwald entdeckt

Im honduranischen Regenwald haben Wissenschaftler die sagenumwobene "Weiße Stadt" entdeckt. Sie hätten in der Region La Mosquitia im Nordosten des Landes Überreste von Plätzen, Erdwällen sowie einer Pyramide entdeckt, berichtete die Zeitschrift "National Geographic".

Eines der spektakulärsten Fundstücke sei der Kopf einer Statue (Bild), die ein mystisches Wesen - halb Mensch, halb Jaguar - darstelle. Die Fundstelle sei so gut wie unberührt, sagte der Archäologe Christopher Fisher von der US-Universität Colorado.

Die Forscher datierten die Überreste auf 1000 bis 1400 nach Christus. Im Gegensatz zu den ebenfalls in der Region heimischen Maya sei über diese Kultur so gut wie nichts bekannt.

Legende wird seit Jahrhunderten erzählt
Die Legende von der "Weißen Stadt" oder der "Stadt des Affengotts" wird in der Gegend seit Jahrhunderten erzählt. Erste konkrete Hinweise auf die Anlage erhielten Wissenschaftler im Jahr 2012 durch Laseraufnahmen aus der Luft.

Nach der Expedition in die Region La Mosquitia (kleines Bild) gehen die Forscher nun davon aus, dass sie nicht nur auf eine einzelne Stadt, sondern auf die Überreste einer ganzen untergegangenen Zivilisation gestoßen sind.

Deutscher Forscher warnt vor voreiligen Schlüssen
Der deutsche Altamerikanist Nikolai Grube warnt allerdings vor zu weitgehenden Schlüssen. Von einer Kultur könne man frühestens sprechen, wenn man ein Netz von mehreren Dörfern entdeckt habe.

Auch sei der Begriff "Weiße Stadt" irreführend, da es wohl eher um Überreste eines Dorfes gehe. "'Die Weiße Stadt' ist das sicherlich nicht, sondern eine wichtige archäologische Fundstätte von einer großen menschlichen Siedlung, die vielleicht der Sitz eines Häuptlings gewesen sein könnte", sagte Grube.

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