Fr, 17. August 2018

Soll gedroht haben

30.01.2015 11:33

Mädchen (17) auf Polizeiwache in Texas erschossen

Im US-Bundesstaat Texas ist ein 17 Jahre altes Mädchen in einer Polizeiwache erschossen worden. Ein Überwachungsvideo, das die örtliche Polizei bei einer Pressekonferenz am Donnerstag veröffentlichte, zeigt die Szene in der Stadt Longview östlich von Dallas. Auf den Bildern ist zu sehen, wie es zu einem Gerangel mit einem Polizisten kommt. Daraufhin kommen weitere Polizeibeamte hinzu. Plötzlich stürmt der Teenager auf einen der Cops zu, woraufhin das Mädchen erschossen wird.

Die 17-jährige Kristiana Coignard habe ein Messer bei sich getragen und damit gedroht, hieß es in einer Mitteilung der Polizei von Longview. Das Video der Überwachungskamera ist ohne Ton, aber eine Sprecherin der Polizei meinte nach dem Vorfall, dass Coignard bei ihrer Anmeldung über das Lobby-Telefon um Hilfe bat. Sie habe jedoch nicht gesagt, um welche Art von Notfall es sich handle.

Gerangel, dann tödliche Schüsse
Jener Polizist, der als erster zur jungen Frau geeilt war, habe zu Protokoll gegeben, dass Coignard ihre Hand hochgehalten habe. Auf dieser stand: "Ich habe eine Waffe." Dieser Beamte ist es auch, der wenig später versucht, das Mädchen auf einen der Wartesitze zu zwingen. Es kommt zu einem Gerangel, das sich aber nach dem Eintreffen zweier weiterer Beamter zunächst beruhigt.

Doch plötzlich springt das Mädchen auf und stürmt auf jenen Cop zu, der als erster in Erscheinung getreten war. Dieser weicht zurück und feuert auf Coignard - zunächst laut Aussage der Polizei mit einem Taser, doch davon lässt sich die Tobende nicht beirren. Dann wird scharf geschossen. Auch die anderen Polizisten geben Schüsse ab. Die 17-Jährige geht zu Boden und bleibt leblos liegen.

Mädchen hatte bipolare Störung
Das Mädchen soll Medienberichten zufolge an einer bipolaren Störung gelitten haben. Der Vorfall vom 22. Jänner wird nun untersucht, die drei beteiligten Polizisten wurden vom Dienst suspendiert. Coignards Tante, bei der das Mädchen gelebt hatte, meinte gegenüber dem Blog thinkprogress.org, dass ihre Nichte nur Hilfe gesucht habe. "Sie hätten ihr helfen können. Ich glaube, sie verschweigen uns etwas", erklärte Heather Robertson wenige Tage nach dem Vorfall.

Das Mädchen soll demnach mehrmals versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Allerdings sei sie laut ihrer Tante nie aggressiv gegenüber anderen Menschen gewesen. Sie sei stets "nur eine Gefahr für sich selbst" gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.