Erneut sorgt ein Fall ausgesetzter Riesenschlangen für Aufsehen: Zwei Boas wurden in einem Zoofachgeschäft in Innsbruck einfach in einer Tasche abgestellt. Der Tierschutzverein nahm die Tiere in seine Obhut und erstattet Anzeige gegen Unbekannt.
Ein ungewöhnlicher Fund am Dienstag in einem Zoofachgeschäft: Zwei Boas wurden in einer Tasche unter einem Vogelkäfig zurückgelassen. Die Schlangen befanden sich in einer Styroporbox, die mit einem Sack Stroh abgedeckt war. Selbst der Deckel war offenbar vom unbekannten Abgeber beschriftet worden.
Boas werden im Tierheim versorgt
Nach der Alarmierung durch das Geschäft wurden die Tiere vorsorglich mit Wärmeflaschen versorgt und anschließend ins Tierheim gebracht. „Ersten Einschätzungen zufolge geht es den beiden Boas den Umständen entsprechend gut“, heißt es vonseiten des Tierschutzvereins. Ihr Gesundheitszustand muss allerdings noch genauer untersucht werden.
Tierheim steht vor Platzproblem
Eine zusätzliche Herausforderung ist die Unterbringung: Freie Terrarienplätze gibt es derzeit keine. Nun müssen kurzfristig geeignete Unterkünfte geschaffen und entsprechend ausgestattet werden, damit die Exoten artgerecht versorgt werden können. Wie lange die Tiere bereits in der Tasche ausgeharrt hatten und wer sie dort abgestellt hat, ist bislang völlig unklar.
Schon wieder ausgesetzte Riesenschlangen
Besonders brisant: Bereits im Winter 2025 hatte der Tierschutzverein zwei ausgesetzte Riesenschlangen aufgenommen. Nun wiederholt sich der Vorfall. Der Verein will deshalb Anzeige wegen des Verdachts auf Tierquälerei gegen Unbekannt erstatten.
Der Tierschutzverein appelliert: Exotische Tiere sind keine unkomplizierten Haustiere. Ihre Haltung erfordert Fachwissen, technische Ausstattung und langfristige Verantwortung. Wer ein Tier nicht mehr behalten kann, muss rechtzeitig eine geeignete Lösung finden – Aussetzen ist keine Option!
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