01.03.2006 16:48 |

75 % Österreicher

Nationalrat beschließt Medizinstudium-Quote

Die neue Quotenregelung für das Medizinstudium wurde am Mittwoch im Nationalrat mit den Stimmen der Regierungsparteien beschlossen. Sie soll einen Ansturm vor allem deutscher Numerus- Clausus-Flüchtlinge auf die Medizin-Unis nach der Aufhebung der österreichischen Zugangsbeschränkungen durch den Europäischen Gerichtshof im Vorjahr bremsen.

Mit der Medizin-Quote sind ab dem Wintersemester 2006 drei Viertel der Studienplätze für Studenten mit österreichischen Maturazeugnissen reserviert. Ob die Regelung EU-konform ist, ist noch unklar. Die Opposition stimmte nicht zu, weil die Zulassungsbeschränkungen für acht andere Fächer aufrecht bleiben.

Gleichzeitig wurden Namensänderungen für akademische Titel beschlossen: Der "Bakkalaureus" wird zum "Bachelor", der "Magister" im neuen dreigliedrigen Studiensystem (nicht im Diplomstudium) zum "Master". Außerdem ist künftig der Zusatz "(FH)" bei einem Fachhochschul(FH)-Abschluss nicht mehr verpflichtend.

Bildungsministerin Gehrer verteidigte in der Beantwortung der Dringlichen Anfrage der Grünen zur Elite-Uni Gugging die Standortentscheidung für die niederösterreichische Gemeinde nahe Klosterneuburg. Zudem verwies sie darauf, dass die Forschungsgruppe mit den Wissenschaftern um Anton Zeilinger selbst die Bestbewertung für Gugging unterfertigt habe - und das ohne den von den Grünen beklagten Druck: "Es hätte jeder rausgehen können. Bei mir sind alle Türen offen." Bezüglich der weiteren Projektschritte hielt sich Gehrer einigermaßen bedeckt.

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