12.12.2014 17:00 |

Ab Samstag

Alle Speisekarten nun mit Allergen-Warnungen

Es heißt zwar, es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht, dieser Fall liegt aber anders: Ab Samstag müssen alle Gerichte auf heimischen Speisekarten gekennzeichnet werden. Sonst drohen saftige Strafen: von 250 bis 50.000 Euro! Ein Jahr lang gilt allerdings eine vage "Schonfrist" für Wirte.
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Konkret unterliegen 14 Allergene wie glutenhaltige Getreide, Lactose oder Sojabohnen der Kennzeichnungspflicht. Für die Gastronomiebetriebe gilt jedoch aufgrund der österreichischen Umsetzung der EU-weit gültigen Richtlinie, dass die Information alternativ mündlich durch geschultes Personal erfolgen kann, falls die Inhaltsstoffe nicht auf der Speisekarte gelistet wurden. Für die Gäste muss dies klar erkennbar sein, etwa durch eine Hinweistafel im Lokal.

"Der Tod der kreativen Küche"
"Mich kontrollieren s' sicher gleich kommende Woche", lacht der Wiener Gastronom Herbert Hausmair, "weil ich sage, was ich mir denke." Zum Beispiel: "Brüssel geht es nicht um Menschen mit Allergien, sondern um absolute Kontrolle." Auf die Allergen-Verordnung folgt auch gleich der nächste Streich. So müssen ab 2016 Gastronomen ihren Speisen Nährwertanalysen unterziehen lassen und das Ergebnis auf den Karten nachweisen. Hausmair dazu: "Der Tod der kreativen Küche."

Einziger Nutznießer ist seiner Meinung nach die Lebensmittelindustrie. Eine These, die auch seitens der Wirtschaftskammer geteilt wird: "Die EU zielt offenbar darauf ab, nur noch Fertigprodukte zu verkaufen."

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