03.12.2014 10:33 |

Kann nur einen geben

Kim Jong Un verbietet seinen Namen für alle

Der Personenkult rund um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un kennt offenbar keine Grenzen: Laut US-Medien, die sich wiederum auf südkoreanische Regierungsbeamte berufen, dürfen Nordkoreaner nicht den Namen ihres Führers tragen. Dieses Verbot gilt übrigens auch für die Namen von Kims Vater Kim Jong Il und Großvater Kim Il Sung.

Das Verbot soll bereits 2011 durch den im Dezember desselben Jahres verstorbenen Kim Jong Il erlassen worden sein, wie der Sender CBS berichtet. Der Vater Kim Jong Uns soll, so die südkoreanischen Quellen, die anonym bleiben wollen, befohlen haben, andere Namen für Neugeborene zu suchen.

Kim Jong Un übernahm nach dem Tod seines Vaters die Führung im stalinistischen Staat. Bereits in den Jahren zuvor war der designierte Nachfolger als Führungsfigur aufgebaut worden. In den Staatsmedien wurde er so gezeigt, dass er seinem Großvater Kim Il Sung möglichst ähnlich sah, im Mao-Anzug mit zurückgekämmtem Haar. Ebenso wurden die Fernsehzuschauer mit Bildern überhäuft, die den jungen Mann zeigen, wie er die Verehrung der alten Parteikader entgegennimmt und Anweisungen erteilt, die stets auf Notizblöcken festgehalten werden.

Unliebsame Weggefährten beseitigt, Macht gefestigt
Seither hat der Mann mit dem Bubengesicht seine Macht im Staatsgefüge gefestigt, nicht zuletzt durch die Beseitigung von unliebsamen Weggefährten wie seinem Onkel Jang Song Thaek. Auch in der Außenpolitik setzte Kim den teilweise kompromisslosen Kurs seines Vaters fort und ließ einen Atom- sowie mehrere Raketentests bzw. Militärmanöver durchführen, um Südkorea und damit auch den USA zu drohen.

Als Reaktion auf den Kernwaffentest beschloss der UN-Sicherheitsrat am 7. März 2013 einstimmig, die Sanktionen gegen Nordkorea zu verschärfen. Nach den neuen Sanktionen kündigte Kim den Nichtangriffspakt mit Südkorea sowie alle weiteren diesbezüglichen Übereinkommen auf. Außerdem wurde ein weiterer Ausbau des Kernwaffenprogramms angekündigt.

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