13.11.2014 14:32 |

Verkehrte Welt

Schweiz: Droht Opfer von Kung-Fu-Foul Abschiebung?

Gilles Yapi ist derzeit nicht zu beneiden – erst wurde er am vergangenen Wochenende beim schweizerischen Erstligaspiel seines Klubs FC Zürich gegen Aarau so schwer gefoult, dass er ziemlich sicher seine Karriere wird beenden müssen und nun drohen dem Ivorer sogar noch größere rechtliche Probleme: Denn gerade er, das Opfer einer hanebüchenen Kung-Fu-Attacke – das Video zu dem Foul sehen Sie im Video oben –, könnte nun sogar abgeschoben werden!

Wie der "Tagesanzeiger" berichtet, sei dieses Szenario einer "Ausschaffung", wie man in der Schweiz eine "Abschiebung" bezeichnet, absolut realistisch. Denn Yapi, der früher auch bei den Young Boys Bern und beim FC Basel unter Vertrag stand, lebe mit einer sogenannten Aufenthaltsbewilligung B im Lande, die einen gültigen Arbeitsvertrag voraussetzt.

Da Yapis Vertrag im kommenden Sommer ausläuft und wohl kaum verlängert werden wird, sollte der mittlerweile 32-Jährige fußballerisch nicht mehr "auf die Füße" kommen, stünde er vor einem großen Problem: Als invalider Ex-Profi würde es sich wohl kurzfristig als schwierig erweisen, auf die Schnelle einen anderen Job zu ergattern. Nur: Kein Job, keine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz!

Freilich: Möglicherweise wird sein Schicksal als Härtefall eingestuft oder Yapi könnte Erfolg mit einem Antrag auf eine unbeschränkte Aufenthaltsbewilligung haben, da er – mit einer kurzen Unterbrechung – eigentlich seit neun Jahren in der Schweiz lebt. Garantie gibt es allerdings keine dafür, dass er gleich doppelt zum Opfer eines Brutalo-Fouls wird…

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