06.02.2006 11:57 |

Olympia-Ziele

17 Medaillen sollen in Turin geholt werden

Dabei sein ist längst nicht mehr genug, auch der Erfolg eines Olympia-Teams wird an Medaillen gemessen. Für das 82-köpfige österreichische Aufgebot bei den XX. Winterspielen in Turin, die am Freitagabend im renovierten Stadio Comunale eröffnet werden, gelten die jeweils 17 Medaillen von Nagano 1998 und Salt Lake City 2002 als großes Ziel.

ÖOC-Präsident Leo Wallner wollte sich wie gewohnt auf keine Zahl festlegen, wäre aber glücklich, wenn auch die eine oder andere Goldene dabei sein würde. "Wir hoffen, dass wir beim großen Empfang nach den Spielen in Salzburg (27.2.) möglichst viele Medaillengewinner feiern können", sagte das IOC-Mitglied.

Alpine sollen es richten
Die größten ÖOC-Hoffnungen tragen wie immer die alpinen Skirennläufer, die in zehn Bewerben die Chance haben, die Gesamtzahl von bisher 162 Medaillen bei Winterspielen (davon 42 Goldene) zu erhöhen. 16 Mitglieder der rot-weiß-roten Mannschaft haben bereits Erfahrung mit Siegerehrungen. Und 17 Monate vor der Vergabe der Winterspiele 2014 sollen die ÖOC-Aktiven mit Top-Leistungen auch Werbung machen für Österreich und dessen Kandidaten Salzburg.

Fragezeichen Olympia-Stimmung
Wenn die Winterspiele nach Gastspielen in Asien und Nordamerika nach Europa zurückkehren, ist freilich fraglich, ob in Italien die gleiche Begeisterung entfacht wird, wie zwölf Jahre zuvor durch die norwegischen Fans in Lillehammer. Noch sind bei weitem nicht alle der eine Million Eintrittskarten verkauft, bei den Alpinbewerben darf man von einer Atmosphäre wie in Kitzbühel oder Schladming nur träumen.

Olympia bei Nacht
Die zweiten Winterspiele in Italien nach Cortina d'Ampezzo 1956, deren Durchführung 1,3 Milliarden Euro kostet, werden jedenfalls als die ersten "Flutlicht-Spiele" in die Olympia-Geschichte eingehen. 46 der 84 Entscheidungen fallen nach 17:00 Uhr.

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