Di, 25. September 2018

Aus 26 km Entfernung

06.10.2014 15:38

"Rosetta" fotografiert Jets auf Komet "Tschuri"

Faszinierende Aufnahmen hat die Raumsonde "Rosetta" zur Erde gefunkt. Auf dem aus vier einzelnen Schwarz-Weiß-Fotos zusammengesetzten Bild sind sogenannte Jets am "Hals" des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (kurz "Tschuri" oder 67P) zu sehen. Sie treten aus mehreren Stellen aus und bestehen aus sublimierendem Eis und Gasen, die aus dem Kern des Himmelskörpers strömen.

Entstanden sind die Fotos am 26. September mithilfe der beiden Navigationskameras an Bord der Sonde aus einer Entfernung von 26 Kilometern, wie die US-Weltraumbehörde NASA kürzlich auf ihrer Website berichtete. Die sich überschneidenden und geringfügig anderen Winkel der vier Fotos, die zu einem Bild zusammenmontiert wurden, resultieren aus der Rotation von 67P - der längliche Komet dreht sich in zwölf Stunden einmal um die eigene Achse - sowie der Bewegung von "Rosetta" (kleines Bild) während der Aufnahme.

Mitte November soll mit der Landeeinheit "Philae" zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt eine Sonde auf einem Kometen aúfsetzen (siehe Infobox). Danach begleiten "Rosetta" und das Minilabor "Philae" 67P/Tschurjumow-Gerasimenko auf seinem Weg ins innere Sonnensystem. Gemeinsam werden sie im August 2015 den sonnennächsten Punkt erreichen und sich bis auf 195 Millionen Kilometer unserem Zentralgestirn nähern.

Dabei wird die Aktivität auf dem Kometen, der die Form eines Entchens hat, durch die Sonnenwärme beträchtlich zunehmen. Was genau dabei auf dem Schweifstern passiert, sollen die Messgeräte von "Rosetta" und "Philae" aufzeichnen. Von den Daten erhoffen sich die Astronomen der Europäischen Weltraumbehörde ESA und der NASA Informationen über die Anfänge unseres Sonnensystems.

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