Matsch und Glatteis

Sechs Verletzte bei Karambolage

Erst führte Schneematsch in Oberösterreich zu schweren Unfällen, dann löste Glatteis Karambolagen aus. Die schwerste passierte in Waldneukirchen: Dort krachten zwei Autos frontal zusammen. Ein Ehepaar und dessen drei kleine Töchter wurden verletzt. Hochbetrieb auch in den Gipszimmern: Täglich rutschen Hunderte Fußgeher aus.

Bei der Karambolage in Waldneukirchen war die Pensionistin Helene W. (74) aus Molln auf der matschigen Straße gegen den Wagen des 48-jährigen Peter H. aus Grünburg geprallt. Seine Frau Sylvia (32) und die Töchter Julia (10), Stephanie (7) und Anna-Maria (4) wurden verletzt, ebenso die beiden Lenker.

In Schlierbach rutschte Manuela R. (36) beim Bremsen mit ihrem Wagen gegen ein Brückengeländer, der Pkw überschlug sich und blieb am Dach liegen. Die Lenkerin und ihre beiden Mitfahrer wurden verletzt ins Spital gebracht. Der Winter fordert auch unter den Fußgehern Opfer. Jeden Tag werden allein im Linzer Unfallspital 200 Sturzopfer verarztet, die bei Matsch oder Glatteis ausgerutscht sind.

Im AKH Linz sind es vor allem jüngere Patienten, die morgens zur Arbeit aus dem Haus gehen müssen und dann hinfallen. Primar Dr. Oskar Kwasny beobachtet: „Ältere Menschen sind vorsichtig und bleiben bei Glatteis offenbar lieber daheim.“ Am Anfang des Winters ist das noch nicht so: „Der erste Schnee ist am unfallträchtigsten.“

 

 

Foto:Tom Leitner

Donnerstag, 24. Juni 2021
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