Sa, 23. Juni 2018

Wieder Giftpanne

24.07.2014 07:04

Hinrichtung in Arizona: Zweistündiger Todeskampf

Ein US-Todeskandidat ist am Mittwoch im Bundesstaat Arizona erst zwei Stunden nach einer Giftinjektion gestorben. Der wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin und deren Vater im Jahr 1989 verurteilte Joseph Wood wurde um 15.49 Uhr Ortszeit (00.49 Uhr MESZ) für tot erklärt - beinahe zwei Stunden nachdem er die tödliche Giftinjektion erhalten hatte, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Wood hatte vor dem Obersten Gericht geklagt, um nähere Informationen zur verwendeten Giftmischung zu erhalten. Das Gericht gab am Mittwoch jedoch grünes Licht für die Hinrichtung, ohne die Entscheidung näher zu begründen. In den USA tobt seit Monaten eine heftige Debatte um die verwendeten Giftmischungen, seit im April ein Todeskandidat in Oklahoma einen qualvollen Tod starb (siehe Infobox).

Die Vereinigten Staaten haben Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln, seit sich die europäischen Zulieferfirmen weigern, dafür das Betäubungsmittel Pentobarbital zur Verfügung zu stellen. Mehrere der 32 US-Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen seitdem neue Mittel, die aber teils nicht offiziell zugelassen und erprobt sind.

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