Fr, 22. Juni 2018

Brutales Foul

05.07.2014 08:50

Neymar fällt nach Wirbelbruch für Rest der WM aus

Schock für WM-Gastgeber Brasilien: Stürmerstar Neymar hat sich beim 2:1-Viertelfinalsieg gegen Kolumbien einen Wirbel gebrochen und wird für den Rest des Turniers ausfallen. Damit fehlt der 22-Jährige auch im Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte gegen Deutschland. Der Angreifer erlitt die Verletzung am Freitagabend in Fortaleza nach einer heftigen Attacke des Kolumbianers Juan Zuniga. Im Video ist das Foul ungefähr bei Minute neun zu sehen!

Die Diagnose wurde nach Untersuchungen im Sao-Carlos-Hospital, vor dem sich Hunderte Fans versammelt hatten (Video in der Infobox), gestellt. "Als ich da reingegangen bin, habe ich an nichts Böses gedacht. Ich hoffe, dass er sich mit Gottes Hilfe wieder erholt", sagte Kolumbiens Zuniga zu seiner Attacke bei einem Kopfball-Duell. Sie ereignete sich zum Abschluss des mit 54 Fouls härtesten Spiels bei der Fußball-WM, bei dem die Innenverteidiger Thiago Silva (7. Minute) und David Luiz (69.) für den Gastgeber scorten.

Bruch des dritten Lendenwirbels
Bei Neymar sei ein Bruch des dritten Lendenwirbels festgestellt worden, sagte Rodrigo Lasmar, einer der Mannschaftsärzte der "Selecao". Es sei keine ernsthafte Fraktur und auch keine schwierige Behandlung. Aber es werde einige Wochen dauern, bis Neymar seine volle Bewegungsfähigkeit wiedererlangt habe. "Er wird nicht binnen einer Woche genesen", sagte der Mediziner.

Damit verliert der Rekord-Weltmeister seinen vierfachen Torschützen und bisher herausragenden WM-Spieler. Der spanische Schiedsrichter Carlos Velasco hatte die Attacke in der 86. Minute nicht geahndet. Brasiliens bekanntester TV-Kommentator Galvao Bueno sprach von einer "Aggression" Zunigas und einem "kriminellen Vorgang". Neymar hatte vor Schmerzen geweint und war auf einer Trage hinausgebracht worden.

"Er weinte vor Schmerzen"
Nationalcoach Luiz Felipe Scolari hatte sich schon bei der Pressekonferenz nach dem Spiel skeptisch gezeigt, dass Neymar bei der Partie gegen die DFB-Elf in Belo Horizonte wieder einsatzbereit sein werde. "So wie ich es sehe, kann er nicht spielen", erklärte der 65-Jährige. "Er weinte vor Schmerzen. Ich garantiere, dass es nicht leicht für ihn wird sich zu erholen, basierend darauf, was der Arzt uns gesagt hat."

Scolaris Befürchtungen wurden durch die Untersuchungen bestätigt. Selbst Staatschefin Dilma Rousseff hatte sich über den Gesundheitszustand des beim FC Barcelona unter Vertrag stehenden Stürmers besorgt gezeigt. Die Sportzeitung "Lance!" schrieb: "Eine traurige Nachricht für die gesamte brasilianische Nation."

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