Top-Job in Innsbruck

Senkrechtstarterin übernimmt Chefsessel bei ISD

Tirol
09.04.2026 10:17

Die rot-grün-weiße Stadtkoalition hat eine neue Geschäftsführerin für die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) bestellt: Ein halbes Jahr nach ihrem Eintritt wird sie Chefin von 1500 Mitarbeitern. 

Mit Margit Holzhammer übernimmt ab 2027 erstmals eine Frau die Geschäftsführung der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD). Mit einem Jahresbudget von weit mehr als 100 Millionen Euro, acht Wohn- und Pflegeheimen mit über 1000 Heimplätzen und 1500 Mitarbeitern aus 60 Nationen ist die ISD der größte Pflegeheimbetreiber Westösterreichs.

Holzhammer folgt Hubert Innerebner nach, der in mehr als 20 Jahren die Tochtergesellschaft der Stadt zu einem der bedeutendsten Sozialunternehmen Österreichs ausbaute.

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Ich bin überzeugt, dass ihr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jenes Vertrauen entgegenbringen werden, das sie mir geschenkt haben.

ISD-Sozial-Pionier Hubert Innerebner

Langjährige Tätigkeit im Bezirkskrankenhaus 
Holzhammer setzte sich in einem umfassenden Auswahlverfahren gegen mehr als 50 Bewerber und -innen durch. Sie bringt langjährige Führungserfahrung im Gesundheits- und Organisationsbereich mit: Knapp 13 Jahre lang war Holzhammer als Geschäftsführerin für das BKH Schwaz verantwortlich, zuletzt war sie rund vier Jahre als Prokuristin, Beraterin und Projektleiterin beim auf Nachhaltigkeit spezialisierten Terra Institute Österreich FlexCo tätig.

Die Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH ist einer der größten Pflegeheimbetreiber im Westen ...
Die Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH ist einer der größten Pflegeheimbetreiber im Westen Österreichs.(Bild: Christof Birbaumer)

Lob von BM Johannes Anzengruber
Die 51-jährige Juristin aus Innsbruck startet am 15. September 2026 im Unternehmen und übernimmt am 1. Jänner 2027 die alleinige Geschäftsführung. „Ich freue mich sehr, dass nun Klarheit darüber herrscht, wer künftig die Geschicke der ISD leiten wird. Mit Margit Holzhammer wurde meiner Einschätzung nach eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Ich bin überzeugt, dass ihr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jenes Vertrauen entgegenbringen werden, das sie mir geschenkt haben“, sagte Hubert Innerebner, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

„Gerade im Bereich der Gesundheits- und Pflegedienste braucht es neben Kompetenz auch Herz, Verantwortung und Weitblick – das vereint sie in ihrer Person“, lobte Bürgermeister Johannes Anzengruber. Sie blicke der neuen Aufgabe mit großer Vorfreude und zugleich mit Respekt entgegen, betonte die designierte ISD-Chefin.

Personalvertretung bei Hearing nicht eingebunden
Für den Job gab es 53 Bewerbungen, fünf wurden zu einem Hearing eingeladen, „wobei dieses ohne Einbindung der Personalvertretung stattgefunden hat“, berichtetet DNI-StR Markus Stoll nach der Stadtsenatssitzung am Mittwoch. Gemeinsam mit FP-StR Markus Lassenberger enthielt er sich der Stimme – „nicht, weil ich Vorbehalte gegen die Kandidatin hätte, sondern weil ich das Prozedere der Bestellung ablehne“, sagte Stoll. Es habe im Vorfeld der Sitzung keinerlei Informationen gegeben. „Hinterzimmerpolitik“, hatte dies die FPÖ kritisiert. 

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