Nach Umfrage-Nein

Grübeleien über des Steuerzahlers Willen

54 Prozent der Oberösterreicher wollen, dass ein neues Musiktheater des Landes „möglichst kostengünstig“ sein soll - und halten daher vom bis zu 263 Millionen € teuren Turm-Konzept wenig bis nichts.

Dieses Ergebnis einer Exklusivumfrage des Linzer IMAS-Institutes für die „OÖ-Krone“ bringt besonders die von LH Josef Pühringer (VP) und Grün-Landesrat Rudi Anschober geführte Koalition ins Grübeln, ist derzeit im Landhaus spür- und hörbar: „Wie könnte ein Kompromiss aussehen, den der Steuerzahler akzeptiert?“, ist dabei die Gretchenfrage - deren Antwort auch für die Politiker selbst auf der Hand liegt.

„Wir müssen redimensionieren, wir müssen abspecken“, räumen manche (noch) inoffiziell ein. Was entweder eine kleinere Turm-Variante oder die Realisierung eines der beiden anderen, flacheren Projekte bedeuten könnte.

Wettbewerbsjury entscheidet
Doch vorerst entscheidet die Wettbewerbsjury - und wird der Politik, dem Vernehmen nach, im April keinen Dreiervorschlag machen, sondern nur ein Projekt, also einen klaren Wettbewerbssieger präsentieren. Damit wären die Politiker „aus dem Schneider“, hoffen manche - die sich aber daran erinnern lassen müssen, dass schon bei der Standortentscheidung selbst die Politiker die Experten-Entscheidung umstießen - UKH/Blumau statt Volksgarten kam dabei heraus.

Und eines müssen VP und Grüne auch bedenken: Wenn sie den Steuerzahler ignorieren, geben sie der FP wieder Auftrieb: eine halb fertige Turmbaustelle im Wahljahr 2009 wäre ein „Gottesgeschenk“ an die Blauen.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Samstag, 15. Mai 2021
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