Schlimmer Unfall

Unternehmer stürzte durch Kuppel in die Tiefe

Die Gefahr durch Dachlawinen ist akut, das Freischaufeln in der Höhe gefährlich. Befürchtungen der Unfallexperten haben sich bestätigt: Wie berichtet, stürzte ein Unternehmer (47) in Eberschwang durch eine Glaskuppel sechs Meter ab und wurde schwer verletzt. Ein ähnlicher Unfall passierte in St. Gilgen.

„Flachdächer sind immer problematisch“, weiß Ing. Franz Mittermair von der AUVA. „Und jetzt steigen nicht nur einzelne, sondern gleich mehrere Personen gleichzeitig hinauf. Und denken dabei oft nicht daran, Sicherungsgeschirre zu verwenden.“ Dazu wird oft auch die Tragekraft von Glaskuppeln überschätzt. „Sie brechen auch ohne Schneedruck leicht durch, sollten daher stets mit Netzen gesichert werden“, rät Mittermair.

Den besten Schutz bieten Höhensicherungsgeräte, die wie Sicherheitsgurte im Auto funktionieren. „Profis wissen das - aber auch alle Helfer, die jetzt mit anpacken, sollten daran denken, sich notfalls mit einem Seil irgendwo festbinden. Ein Provisorium ist besser als gar nichts!“

Denn ein kleiner Ausrutscher kann schreckliche Folgen haben, wie auch der Unfall in Eberschwang zeigt. Der 47-jährige Johann Lederbauer war gestolpert, anschließend durch die Plexiglaskuppel gestürzt und kopfüber in die Tiefe gefallen.

 

 

 

FF Schärding

Donnerstag, 04. März 2021
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