Seifenkraut, Spiritus und Schmierseife: Diese Hausmittel reinigen groben Schmutz und schützen unsere Umwelt. Eine Expertin verrät die richtigen Mischungen und erklärt, warum Alternativen nicht nur für die Umwelt wichtig sind.
Wenn die Sonne im Frühling zum ersten Mal durch die Fenster scheint, sorgt sie nicht bei allen für Freude. Denn dann kommt auch der Schmutz auf den Scheiben, die meist zuletzt im Herbst geputzt wurden, wortwörtlich ans Licht. Die Ärmel werden also hochgekrempelt, das Putzzeug aus dem Schrank geholt, und los geht’s. Zuvor noch ein schneller Stopp in der Drogerie, um die richtigen Putzmittel zu kaufen. Aber muss das sein? Braucht es wirklich harte Chemie, um Staub und Dreck loszuwerden?
Dass das nicht zwingend notwendig ist, weiß Biologin Eva Lenhard vom Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark: „Den besten Fettlöser kann man aus zehn Gramm Schmierseife und 40 Gramm Spiritus selbst herstellen.“ Die Mischung dann in eine Sprayflasche füllen und schon kann der große Frühjahrsputz starten.
Besonders für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten können chemische Reiniger zum Problem werden.

Eva Lenhard, Biologin
Bild: UBZ/Schrotter
Alternativen gut für Umwelt und Haut
Ab April können auch die Blätter des Seifenkrauts gesammelt und verwertet werden: „Das Kraut klein schneiden, in Wasser aufkochen, ein bis zwei Stunden ziehen lassen und anschließend abseihen. Die Flüssigkeit kann dann sowohl für den Körper als auch für die Wäsche verwendet werden“, schildert die Expertin.
Ab 21. März findet bereits zum 18. Mal der „große steirische Frühjahrsputz“ statt. Auch heuer sind Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereine, Betriebe und alle freiwilligen Helfer wieder dazu eingeladen, unter dem Motto „Stop Littering“ gemeinsam für eine saubere Steiermark anzupacken und achtlos weggeworfenen Müll zu sammeln. Im vergangenen Jahr konnten durch die Aktion mehr als 210.000 Kilogramm Müll von über 70.000 Steirern eingesammelt werden.
Auch für all jene, die sich die Finger gerne bei der Gartenarbeit schmutzig machen, hat Lenhard einen Geheimtipp: „25 Gramm Schmierseife, 2,5 Gramm Jojobaöl, 15 Gramm Mohnkörner, feine Haferflocken oder Badesand von Rennmäusen und 5 Tropfen eines ätherischen Öls können zu einer super Waschpaste vermischt werden.“
Mit dem Griff zu alternativen Reinigungsmitteln tut man aber nicht nur der Umwelt einen Gefallen: „Putzmittel können ins Grundwasser gelangen und dadurch ihren Weg zurück zu uns finden. Besonders für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten kann das zum Problem werden. Außerdem ist es wichtig, hautpflegend zu arbeiten“, erklärt die Biologin. Ein weiterer Vorteil seien die oft geringeren Kosten der selbst hergestellten Produkte.
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