„Krone“-Kommentar

Gute, schlechte Klinik Innsbruck

Tirol
01.03.2026 11:00

Der Fall eines falsch operierten Knies erschütterte vor wenigen Tagen ganz Österreich. Claus Meinert, Chefredakteur der Tiroler „Krone“ nimmt die Causa in seinem Kommentar noch einmal unter die Lupe.

“Falsches Knie operiert“, rauschte es dieser Tage durch den Medienwald. Just einen Tag, nachdem die Klinik Innsbruck in einem weltweiten Vergleich um die Top 50 landete. Aber wie das Leben so spielt, können derartige scheinbare „Gegensätzlichkeiten“ nicht verhindert werden. Apropos Leben: Wie viele wurden an genannter Klinik und in all unseren Krankenhäusern wohl schon gerettet, ohne dass es an die große Glocke gehängt, eher im überschaubaren Verwandten- und Freundeskreis gefeiert wurde?

 Zu betonen ist, dass man seitens der Klinik richtig gehandelt, die Verwechslung nicht zu vertuschen versucht hat. Im Gegenteil: Es wurde offensiv und klar öffentlich kommuniziert, dass ein fataler Fehler passiert ist. Einer, der für die Patientin sicher nicht fein war, aber zum Glück ohne gesundheitliche Folgen blieb.

Nun soll penibel genau analysiert werden, wie es trotz der sehr hohen Sicherheitsstandards an der Klinik Innsbruck dazu kommen konnte. Das ist gut so.

Noch etwas sei an dieser Stelle angemerkt: Zu den Themen Roboter und Künstliche Intelligenz, die immer wieder als „Zukunftshoffnung“ und Ersatz mitunter auch im Gesundheitswesen und im OP-Raum genannt werden – ob ein Roboter gemerkt hätte, dass er sich am Knie vertan hat, am falschen operiert? In diesem Fall waren Menschen mit Hirn am (Hand)Werk. Dass auch Fehler passieren, ist eigentlich nur allzu menschlich, wenngleich jedes Opfer natürlich eines zu viel ist.

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