Seit Monaten hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass der einst gefeierte bayrische Investor Hans Kilger, der sich die besten Lagen der Südsteiermark geschnappt hatte, in massiven finanziellen Turbulenzen ist. Nun kommt vom AKV die Bestätigung: Über das Vermögen der Domaines Kilger GmbH wurde am Montag am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Konkursverfahren eröffnet.
Paukenschlag in der Südsteiermark: Über das Vermögen der Domaines Kilger GmbH & Co KG wurde am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Konkursverfahren eröffnet. Das gab der AKV am Montag bekannt. Grund dafür war ein Antrag eines Gläubigers, der den Gläubigerschützern noch nicht bekannt ist. Das Unternehmen mit Sitz in Gamlitz (Bezirk Leibnitz) erzeugt und vertreibt hochwertige Lebensmittel, der Fokus liegt dabei auf Wein und Spirituosen. Weiters werden auch Ferienhäuser vermietet.
Sanierungspläne unklar
„Unklar ist, ob es vonseiten Kilgers bereits Pläne für eine Sanierung gibt“, sagt Markus Graf vom AKV zur „Krone“. Im Moment könne man noch nicht sagen, ob die Tochtergesellschaften der Domaines Kilger von dem Konkurs betroffen seien. Laut Graf sei aber erwartbar, dass eine Sanierung sowie die Erhaltung des Unternehmens angestrebt werden.
Noch vor wenigen Jahren war Hans Kilger als „großer Investor“ gefeiert worden, der an die 50 Millionen Euro in die Hand nahm, um (oft schon marode) Betriebe zu übernehmen und diese wieder auf Vordermann zu bringen. Häufig blieben die versprochenen Gelder aber aus, und die Firmen schlitterten in die Pleite: wie die Schiefer & Domaines Kilger GmbH & Co KG, die Domäne Müller oder Steirerwein.
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