Kuriose Umstände

Darum wechselte Talent von Red Bull zur Austria

Salzburg
20.02.2026 05:30

Dass Tobias Rohrmoser von Red Bull-Klub FC Liefering zu Austria Salzburg wechselte, hat teils fast bizarre Gründe. Die „Krone“ kennt die Hintergründe zum Transfer des Defensivspielers, der beim heutigen Frühjahrsauftakt bereits sein Debüt für den neuen Verein feiern könnte. 

Für Austria Salzburg beginnt heute (18) wieder der Ernst des Zweitliga-Lebens. Für die Violetten, die als Achter in der Tabelle überwintert haben, geht es auswärts bei Rapid II um den ersten Sieg im Frühjahr. Mit einem vollen Erfolg in Hütteldorf würde die Mannschaft von Trainer Christian Schaider gleich einmal viel Rückenwind mitnehmen. Wie berichtet, werden auch weit über 1000 Fans des Aufsteigers in der Hauptstadt erwartet.

Einen Teil zum positiven Frühjahrseinstand will auch Neuzugang Tobias Rohrmoser beitragen. Der Salzburger dockte im Winter neben Florian Rieder und Nico Lukasser-Weitlaner in Maxglan an und dürfte wie die beiden anderen bereits heute in Hütteldorf sein Debüt für seinen neuen Verein feiern.

Zuerst viermal in Folge in der Startelf, dann nie wieder im Kader
Mit seiner Verpflichtung sorgte die Austria im Jänner für eine riesige Überraschung. Schließlich kam der mittlerweile 19-Jährige ausgerechnet vom FC Liefering. Beide Vereine sind geografisch gesehen nur wenige Kilometer voneinander entfernt, sonst trennen sie aber Galaxien. Die „Krone“ weiß, wie es zum außergewöhnlichen Transfer kam.

Nachdem er an vier Zweitliga-Spieltagen in Serie in der Startelf gestanden war, musste Rohrmoser ausgerechnet im prestigeträchtigen Derby gegen die Austria überraschend auf der Tribüne in Wals-Siezenheim Platz nehmen. Für den Defensivmann lief Tim Trummer auf. Dieser war für die Partie aus der Bundesliga-Mannschaft von Kooperationsklub Salzburg nach unten beordert worden. Tags zuvor war er noch Teil des Aufgebots der Bullen in Wolfsberg gewesen, kam dabei aber nicht zum Einsatz. Im Derby selbst ging die Austria früh mit zwei Toren in Führung. Diese Treffer soll auch der damals erst 18-Jährige bejubelt haben. Das dürfte den Verantwortlichen Lieferings zunächst aber nicht aufgefallen sein.

Drastische Folgen für Salzburg-Talent
Augenzeugen machten sie schließlich darauf aufmerksam. Mithilfe der Videoaufzeichnung der Kameras im Stadion sollen die Entscheidungsträger beim Zweitligisten in weiterer Folge zum Schluss gekommen sein, dass sich der junge Spieler tatsächlich über die Treffer des Gegners gefreut hat.

Das prestigeträchtige Derby lockte über 8000 Leute in das EM-Stadion von 2008 in ...
Das prestigeträchtige Derby lockte über 8000 Leute in das EM-Stadion von 2008 in Wals-Siezenheim.(Bild: GEPA)

Die Folgen für das Salzburger Fußballtalent, das schon fünf Länderspiele für die österreichische U18-Auswahl absolviert hat, waren drastisch. Dem Außenverteidiger wurde keine einzige Spielsekunde im Dress der Jungbullen mehr gegönnt. Auch im Kader stand er danach nie wieder. Im Winter kam es dann zum Abgang aus Liefering – ausgerechnet zum Lokalrivalen. Ablösefrei, also als Geschenk für die Austria.

Austria Salzburgs Sportboss lobt: „Er hat sich in die Truppe gespielt“
Bei seinem neuen Verein will Rohrmoser, der bei Henndorf zu kicken begann, wieder voll durchstarten. Bislang dürfte er einen einwandfreien Eindruck hinterlassen haben. Austrias Sportboss Roland Kirchler lobte den Spieler zuletzt: „Tobi wieselt auf der Seite fleißig auf und ab. Er hat sich in die Truppe reingespielt.“ An Motivation, dort auch zu bleiben, wird es Rohrmoser nach monatelanger Pflichtspielpause sicher nicht mangeln.

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