Tirols größte Anlage

Powerbank für 140 E-Autos: Was XXL-Batterie kann

Tirol
21.02.2026 12:00

An prominenter Stelle – direkt unter der Europabrücke in Tirol – steht seit Kurzem eine Anlage, die als Hoffnungsträger der Energiewende gilt. Es ist laut Betreiber der erste Großbatterienspeicher seiner Art in Westösterreich. Die „Krone“ hat sich angesehen, was er kann.  

Wasserkraftwerke, Fotovoltaikanlagen, Windräder – sie liefern Strom, aber nicht immer, wenn er gerade gebraucht wird. Großbatteriespeicher können das ausgleichen, indem sie die Energie zwischenlagern. Diese riesigen Speicheranlagen gelten als Hoffnungsträger der Energiewende.

Direkt unter der Europabrücke steht die neue Anlage auf dem Areal des Kraftwerks Obere Sill. ...
Direkt unter der Europabrücke steht die neue Anlage auf dem Areal des Kraftwerks Obere Sill. Dieses war bei der Eröffnung 1903 das größte Kraftwerk der Monarchie.(Bild: Johanna Birbaumer)

In Tirol haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) nun einen gigantischen Großbatteriespeicher in Betrieb genommen. Er ist laut IKB der erste dieser Art in Tirol und Westösterreich. Er steht am Areal des Kraftwerks Obere Sill. Ein geschichtsträchtiger Boden: war doch das Kraftwerk bei seiner Eröffnung 1903 das größte der Monarchie.

Logistik und Brandschutz als Herausforderung
Nun wird dort eine neue Energie-Epoche eingeläutet. Der XXL-Speicher besteht aus zwei Containern zu je 35 Tonnen. Produziert wurde der riesige Akku  in China und über Hamburg in die Tiroler Berge transportiert. Eine logistische Herausforderung, ebenso wie der Brandschutz mit eigener Löschanlage und Rund-um-die-Uhr-Überwachung.

In diesem Container steckt viel Energie.
In diesem Container steckt viel Energie.(Bild: Johanna Birbaumer)

Im neuen IKB-Großbatterienspeicher können rund 3440 Kilowattstunden Strom zwischengelagert werden. „Das hilft uns, Spannungsschwankungen aktiv auszugleichen und die Stromversorgung stabil zu halten“, beschreiben Thomas Pühringer und Christian Nagele vom IKB-Vorstand den wesentlichen Nutzen. Am Tag speichern, wenn viel Sonnenenergie anfällt, in der Nacht abgeben – das wird im Wesentlichen der Ablauf. Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber betont auch die Bedeutung der Speicheranlage im Fall eines Blackouts.

Umgerechnet bis zu 140 E-Autos können laut IKB mit einer Ladung aus dem Großspeicher aufgetankt werden. Nur etwa sieben Prozent der Energie geht laut Pühringer während des Speicherns verloren. Zwei bis drei weitere Anlagen dieser Art haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe in den kommenden Jahren geplant. Wie Vorstandsvorsitzender Pühringer ausführt, hänge die Umsetzung jedoch vom Netzanschluss ab.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt