Bilanz für 2025

Millionen-Nachzahlungen für Arbeitnehmer erreicht

132.000 Arbeitnehmer suchten im Vorjahr die Unterstützung der Arbeiterkammer Niederösterreich. Die AK-Juristen erstritten für sie Nachzahlungen in der Höhe von 143 Millionen Euro.

So vielfältig wie das Jahr 2025 waren auch die Herausforderungen für die Arbeitnehmer im weiten Land: unbezahlte Überstunden, Homeoffice, offene Ansprüche seitens des ehemaligen Arbeitgebers oder fristwidrige Kündigungen. Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) stand mit Rat und Tat zur Seite.

 „Unsere Experten konnten 143 Millionen Euro an Nachzahlungen für die Betroffenen sichern“, zieht AKNÖ-Präsident Markus Wieser Bilanz. 132.000 Arbeitnehmer wandten sich im Vorjahr wegen Problemen am Arbeitsplatz an die AKNÖ, in tausenden Fällen mussten die Spezialisten der Arbeiterkammer für die Betroffenen intervenieren oder sogar vor Gericht ziehen. Die Nachzahlungen in Höhe von 143 Millionen Euro beinhalten neben ausstehenden Löhnen und Gehältern auch zu Unrecht vorenthaltene Abfertigungen oder nicht bezahlte Urlaubsentschädigungen.

AKNÖ-Präsident Markus Wieser mit den Experten
AKNÖ-Präsident Markus Wieser mit den Experten(Bild: AKNÖ)

60.000 Euro für Waldviertler erstritten
So gelang es etwa, für einen 65-jährigen Waldviertler „fast in letzter Minute einen erheblichen Betrag an offenen Gehaltsforderungen vor Gericht zu erstreiten“, erklärt Thomas Kaindl, Leiter der Abteilung Regionale Aufgaben bei der AKNÖ. Das Arbeitsgericht verpflichtete den Betrieb, knapp 60.000 Euro an offenen Gehältern und Abfertigung nachzuzahlen, da die letzten Monate, bevor der Betroffene in Pension ging, seitens des Arbeitgebers kein Gehalt mehr ausgezahlt wurde.

Besonders oft benötigten Beschäftige aus der Gastronomie die Unterstützung der AK-Experten – aufgrund von Arbeitsrechtsverstößen wie etwa unbezahlte Überstunden, zu lange Arbeitszeiten, Bezahlung unter dem Kollektivvertrag und fehlenden Lohnzetteln.

Offene Forderungen ausbezahlt
Hohen Beratungsbedarf gab es aufgrund von Insolvenzen heimischer Betriebe. Für knapp 4500 Beschäftigte wurden offene Geldforderungen beim Insolvenzentgeltfonds eingebracht. „Durch unsere schnelle Arbeit wurden die offenen Forderungen so rasch wie möglich ausbezahlt. Häufig geht es um mehrere Monatsgehälter“, so der AKNÖ-Präsident. Ohne Beratung und Rechtsvertretung wären die meisten Betroffenen nicht zu ihrem Geld gekommen, hält Wieser abschließend fest.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt