Großes Gedränge gab es beim Filmfestival Berlinale. Und nicht ohne Grund: Der österreichische Film „Die Blutgräfin“ von Regisseurin Ulrike Ottinger bringt ein Staraufgebot, das sich sehen lassen kann. Isabella Huppert, Lars Eidinger & Co. standen für die Produktion vor der Kamera.
Großes Gedränge beim Filmfestival Berlinale – der Grund: ein österreichischer Film! Die Wiener Vampir-Groteske „Die Blutgräfin“ von Ulrike Ottinger versammelt nämlich eine Star-Riege, die ihresgleichen sucht. Die Grande Dame des Autorenfilms, Isabelle Huppert, spielt darin mit Verve eine Blutsaugerin, mit dabei außerdem Birgit Minichmayr, Lars Eidinger, Thomas Schubert oder Tom Neuwirth alias Conchita Wurst in seiner ersten Kinofilmrolle.
Ottinger hat Huppert schon vor 20 Jahren auf die Hauptfigur festgenagelt: „Sie kann einfach alles machen. In ihrer Rolle übt sie über alle rund um sie Macht aus und manipuliert sie.“ Die Französin sprach vor der Presse gut gelaunt über ihre blutrünstige Figur: „Es hat solchen Spaß gemacht, eine Vampirin zu spielen! Wir haben uns zwischen Horror, Spaß, Angst, Vergnügen bewegt, die Genregrenzen aufgelöst. Es war die Art von Projekt, wo du nicht einfach eine Rolle übernimmst, sondern in ein ganzes Universum eintauchst.“ Sie habe es auch sehr genossen, in Wien zu drehen: „Ich war natürlich schon oft in Wien, aber dieses Mal habe ich wieder so viele neue Schichten als Souvenirs erschlossen. Alleine welche magischen Orte ich bei dem Dreh entdecken durfte, war einfach überwältigend.“
Ihre engste Schauspielpartnerin im Film ist Minichmayr, die ihre Zofe Hermine mimt: „Dieses Projekt war ein großes Geschenk für mich. Obwohl ich das erste Drehbuch schon vor vielen Jahren gelesen habe, habe ich nie aufgehört, an diese Geschichte zu denken.“
Eidinger sorgte für Lacher bei der Berlinale, als er zugab: „Als mich Ulrike fragte, ob ich in ihrem Vampirfilm mitspielen will, sagte ich sofort zu, weil ich dachte, ich spiele einen Vampir. Ich wollte immer schon einen Vampir spielen! Dabei sollte ich nur den Psychiater eines Vampirs spielen.“ Die Regisseurin sei eine bemerkenswerte Persönlichkeit: „Wenn man an einen anarchistischen Radikalen denkt, denkt man normalerweise an andere Typen, aber ich werde dabei jetzt immer an sie denken.“
Gleich drei kleine Gastrollen übernimmt in „Die Blutgräfin“ Neuwirth: „Es war mein erstes Mal am Set, ich war sehr nervös und bin damit allen auf die Nerven gegangen.“ Er ließ anklingen, dass es nicht der letzte Ausflug in die Filmszene gewesen sein könnte: „Schließlich liebe ich es, im Mittelpunkt zu stehen.“
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