Im Zug nach Leibnitz

Betrunkener Schwarzfahrer attackierte Zugbegleiter

Steiermark
10.02.2026 15:52
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Ein Slowake (41) und ein Pole (33) – beide alkoholisiert – wurden am Montag auf der Bahnstrecke zwischen Graz und Leibnitz gleich zweimal beim Schwarzfahren erwischt. Der 41-Jährige beschimpfte die Schaffner wüst und attackierte schließlich sogar eine Schaffnerin, die dabei schwer verletzt wurde. 

Am Montag um die Mittagszeit wurden zwei Männer in einem Zug von Graz Richtung Leibnitz ohne gültigen Fahrschein erwischt. Als ein Schaffner den Slowaken (41) und den Polen (33) aufforderte, den Fahrpreis zu bezahlen oder den Zug beim nächsten Stopp zu verlassen, bedrohte der 41-Jährige den ÖBB-Mitarbeiter. In Graz-Puntigam verließen die Männer dann den Zug. 

Offenbar hatten sie aus der Kontrolle aber nichts gelernt: Kurz nach 14 Uhr wollten sie in Hengsberg wieder in einen Zug einsteigen. Der Vorfall zu Mittag war einer Zugbegleiterin bereits bekannt: Sie erkannte die Männer und verweigerte ihnen den Zutritt – denn sie hatten wieder kein Ticket. 

Schaffnerin am Bein schwer verletzt
Da brannten beim 41-jährigen Slowaken die Sicherungen durch: Der Mann geriet laut Polizei in Rage und attackierte die 52-jährige Schaffnerin im Einstiegsbereich des Zuges. Die Frau stürzte zu Boden und musste mit einer schweren Beinverletzung ins Spital gebracht werden. 

Die Männer flüchteten zu Fuß und die Polizei startete sofort eine große Fahndung. Bald konnte eine Zivilstreife das renitente Duo auf einem Hochsitz – 150 Meter vom Bahnhof entfernt – finden. Beide Männer waren alkoholisiert. Der 41-Jährige wurde festgenommen und sitzt im Polizeianhaltezentrum Graz in Haft. Gegen den 33-Jährigen lag kein konkreter Tatverdacht vor, er ist auf freiem Fuß.

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