Zum Ende der „Energie-Ferien“ nimmt Landesrat Stephan Pernkopf im Interview Stellung zu den sinkenden Tarifen und billigsten Energie.
„Krone“: Ab1. April senkt die EVN, wie berichtet, den Strompreis auf rund 10 Cent netto pro Kilowattstunde. Ist das ein echter Erfolg für Sie und die Landeshauptfrau oder ein längst überfälliger Schritt?
Stephan Pernkopf: Die Menschen leiden unter der Teuerung, das spürt jeder. Entscheidend ist, was am Ende auf der Rechnung steht – und das muss weniger werden. Jetzt kommt ein günstigerer Niederösterreich-Tarif, das ist ein wichtiger Schritt.
Aber reicht das alleine?
Nein, EVN und Verbund haben vorgelegt. Ich fordere, dass andere Anbieter nachziehen. Sinkende Großhandelspreise müssen bei den Kunden ankommen.
Strom ist aber nicht nur wegen der Tarife teuer. Ein Brocken sind die Netzkosten.
Das stimmt! Genau dort müssen wir ansetzen. Der Netzausbau muss nach dem Prinzip laufen: so viel wie nötig, so günstig wie möglich. Speicher- lösungen können teure Leitungen ersetzen – das forcieren wir in Niederösterreich.
In den 70er-Jahren gab es wegen der Ölkrise sogar „Energieferien“. Müssen wir heute wieder sparen?
Der Unterschied zu früher ist, dass wir inzwischen viel mehr Energie selbst produzieren können. Trotzdem gilt: Wer daheim Energie spart, spart bares Geld. Die billigste Energie ist die nicht verbrauchte. 2025 haben wir 16.000 Beratungen angeboten – das zeigt, wie groß der Bedarf ist.
Und die Umwelt profitiert wirklich davon?
Jede selbst erzeugte Kilowattstunde macht unabhängig von Importen aus Russland oder dem arabischen Raum.
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