Große Übung am Ötscher

100 Freiwillige auf der Suche nach „Lawinenopfern“

Niederösterreich
03.02.2026 09:15

Bei einer groß angelegten Übung trafen in Lackenhof am Ötscher alle an Wintereinsätzen beteiligten Hilfsorganisationen zusammen. Denn bei einem Lawinenabgang ist das Zusammenspiel zwischen der Notrufzentrale und den Einsatzkräften besonders wichtig. 

Lawinenabgang in Lackenhof am Ötscher, Bezirk Scheibbs – einige Personen einer Schitourengruppe sind verschüttet!“ So lautete der Notruf, der zum Glück jedoch nur als Übung für etwa 100 Beteiligte von Notruf NÖ, Bergrettung, Alpin- und Flugpolizei sowie Rotem Kreuz gedacht war.

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Lawinen sind in Niederösterreich eine ganz besondere Herausforderung, weil sie nur selten vorkommen.

Michael Stulik, Leiter Bergrettung Lackenhof und Organisator der Übung

Denn gerade in Niederösterreich sind – wenn auch selten – Lawinenabgänge eine besondere Herausforderung. Durch die eher niedrigen Berge treten Lawinen oft knapp über der Baumgrenze auf und durch die Wucht der Schneemassen werden Opfer dann schnell gegen die Bäume gedrückt. „Eine Lawine kann dabei durchaus das Gewicht von 150 Tonnen erreichen“, heißt es von Seiten der Bergrettung NÖ. 

Erste wichtige Hinweise über die Notrufzentrale
Besonders wichtig bei so einer Übung ist auch das Zusammenspiel zwischen Notruf NÖ und den Einsatzkräften. Denn bereits in der Notrufzentrale werden viele Details geklärt, die für einen lebensrettenden Einsatz wichtig sein können. Von besonderer Bedeutung sind genaue Ortsangaben.

„Aber auch, ob Spuren in die Lawine führen und wie das Wetter vor Ort ist“, erklärt Stefan Spielbichler von Notruf NÖ. „Die Überlebenschance von Verschütteten sinkt nach den ersten 15 Minuten gegen Null“, verweist auch Martin Angelmaier von der Bergrettung darauf, wie wichtig es ist, Lawineneinsätze so rasch wie möglich mit den Einsatzkräften zu koordinieren. 

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