Nach jahrelangen Verzögerungen entstehen nun auch in Tirol Primärversorgungseinheiten für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Nummer drei wurde in Telfs eröffnet. Dort gibt es bereits erste positive Erfahrungen.
Bis 2030 sollen in Tirol laut Plänen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und des Landes 16 Primärversorgungseinheiten (PVE) entstehen. In diesen Zentren finden Patienten neben Allgemeinmedizinern mit Kassenvertrag je nach Bedarf auch Sozialarbeiter, Therapeuten aus unterschiedlichen Disziplinen oder andere Medizinberufe. Längere Öffnungszeiten und viel Angebot unter einem Dach – das ist das Versprechen der PVE. Eine bessere Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und eine Entlastung der Spitäler – das ist die Hoffnung der Politik.
Die erweiterten Öffnungszeiten sind für die Patienten ein großer Gewinn. Das haben wir zu Weihnachten gemerkt und das sehen wir jeden Freitagnachmittag.

Manuela Baumann, ärztliche Leiterin PVE Telfs
Bild: Christian Forcher/Fotoworxx
Viele Leistungen und viel Platz
Nach Innsbruck und Fulpmes hat nun auch Telfs ein Primärversorgungszentrum. Dort luden die Mitarbeiter unter der Leitung von Allgemeinmedizinerin Manuela Baumann am Samstag zum Tag der offenen Tür. Viele kamen, staunten über das umfassende Angebot im Haus und die großzügigen Räumlichkeiten. „Für viele Patienten sind so viele Leistungen an einem Ort eine neue Erfahrung“, erklärt Einrichtungsleiter Daniel Eder. Medizinerin Baumann ergänzt: „Die Patienten nehmen das sehr gerne an und sind auch für die erweiterten Öffnungszeiten dankbar. In den Weihnachtsferien, als viele Ordinationen geschlossen waren, haben wir einen Ansturm erlebt.“ Ab März sollen die bereits jetzt großzügigen Öffnungszeiten zusätzlich erweitert werden.
Mehr Zeit für die Patienten
Träger des Gesundheitszentrums ist die Diakonissen GmbH, eine Tochtergesellschaft des Diakoniewerkes. Dieses betreibt bereits mehrere Primärversorgungseinheiten in Österreich. In Vorbereitung befindet sich auch ein Standort in Wörgl. Dieser soll im Spätsommer eröffnet werden. Hannes Stickler, Geschäftsführer der PVE Diakonissen GmbH, spricht von einem zukunftsfähigen Konzept: „Wir kümmern uns um die Verwaltung und die Gesundheitsexperten können sich voll auf die Patienten konzentrieren.“
Auch sei es in dieser Form leichter möglich, vor allem Ärztinnen mit Betreuungspflichten in Teilzeit anzustellen. Darin sieht auch Baumann einen großen Gewinn: „In meiner Jugend gab es das nicht. Daher konnte ich damals keine Kassenstelle annehmen.“
Die Besucherinnen und Besucher waren beim Tag der offenen Tür beeindruckt. Das Konzept scheint bei denen anzukommen, für die es gedacht ist.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.