Beimengung im Asphalt?

Wenn die Straße plötzlich radioaktiv „strahlt“

Niederösterreich
01.02.2026 06:00

In den USA offenbar gelebte Praxis, dürften auch hierzulande die „Asphaltmischer“ eine geheime Zutat beimengen. Diese ist, geht es nach einem Branchenexperten, jedoch genauso illegal wie radioaktiv strahlend: Offizielle Stellen konnten keine Gefahr feststellen – der private „Strahlungsexperte“ ist jedoch mit (s)einem eigenen geeichten Gerät den radioaktiven Gefahrenstellen auf der Spur.

Nach dem „Krone“-Bericht durch Asbest kontaminierten Streusplitt kommt jetzt eine weitere toxische Gefahr sprichwörtlich wieder „zutage“ – und zwar direkt vor der Haustür: Schon vor einem Jahr hat ein Techniker in Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn durch Zufall Radioaktivität im Asphalt festgestellt: „Nach einem Silvesterausgang hatten wir spaßhalber Dosimeter mit – diese schlugen plötzlich Alarm.“

Bei der im festen Untergrund schlummernden, „unsichtbaren“ Gefahr soll es sich um „Phosphorgips“ ...
Bei der im festen Untergrund schlummernden, „unsichtbaren“ Gefahr soll es sich um „Phosphorgips“ handeln – kleine Partikel, kaum sichtbar.(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Beim Silvesterspaziergang durch Zufall auf Gefahrenstellen gestoßen

Das war im Jänner vorigen Jahres – wir berichteten: Der in Radioaktivität kundige Experte entdeckte bei Nachmessungen im ganzen Ort verschieden hohe Verstrahlungen. Nach weiteren Rundgängen stand fest: Die Intensität variierte: An bestimmten Stellen, etwa kleinen Asphaltausbesserungen, war diese besonders hoch. „Am höchsten schlug mein Messgerät bei der Zufahrt zur Volksschule aus“, regte der vierfache Vater einen „Krone“-Artikel an, der in der Folge auch die zuständige Stelle des Landes auf den Plan rief: „Unangekündigt kam daraufhin ein Mann mit einem Messgerät und untersuchte auch unsere Straße“, erinnert er sich.

Land schickte Kontrolleur – laut Privat-Experte mit anderem Messbereich

Das Ergebnis des Checks erwies sich auf Nachfrage allerdings als „marginal“ bzw. ungefährlich. Der Göllersdorfer hatte jedoch den Tester angesprochen und dessen Ausrüstung fotografiert: „Es war ein Gerät mit geringerem Messbereich. Mein geeichter Geigerzähler schlug auf der Messskala vor allem an ausgebesserten Asphaltstellen wie eine Rakete in die Höhe.“


Recherchen über die Gründe brachten bei keiner Stelle eine „Erleuchtung“: „Die Asphaltmischungen der Lieferanten werden beinahe gehütet wie die Rezeptur von Coca-Cola, die Bezirkshauptmannschaft verweist auf das Land und diese auf die Ergebnisse der offiziellen Messung.“

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