Lautstark und mit Fahnen ausgerüstet zogen am Dienstagabend rund 1000 Menschen durch die Innsbrucker Innenstadt – und das sorgte freilich für großes Aufsehen: Die Demonstration war im Vorfeld von den Organisatoren aber nicht bei der Behörde angemeldet worden. Die Polizei begleitete schließlich den Demozug – und erstattete Anzeigen!
Die offenbar vorwiegend kurdischen Demonstranten protestierten gegen die Unterdrückung von Kurden in Syrien, wie es vonseiten einiger Teilnehmer am Dienstagabend gegenüber der „Krone“ hieß. Die Polizei sprach am Mittwoch auf Nachfrage von rund 1000 Teilnehmern.
Kundgebung war nicht angemeldet
Gesetzlich korrekt lief die Kundgebung aber nicht ab. „Die Demonstration war nicht angemeldet“, erklärte ein Polizeisprecher. Eine behördliche Genehmigung lag also nicht vor, weshalb der Organisator angezeigt wurde.
Voraussetzungen für die sofortige Auflösung der Demo – etwa Gefahr im Verzug – lagen keine vor. Die Kundgebung, die von Polizisten schließlich begleitet wurde, sei ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen und habe sich gegen 20 Uhr aufgelöst.
Abgesehen vom Veranstalter sei nur eine weitere Person angezeigt worden – wegen der Verwendung von Pyrotechnik, hieß es.
Kundgebung auch in Salzburg
Zu einer ähnlichen Demonstration war es am Dienstagabend auch in der Stadt Salzburg gekommen. Auch dort war diese nicht im Vorfeld angemeldet worden. In Salzburg war von etwa 500 Teilnehmern die Rede.
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