Rennen in Kitzbühel

Fanansturm auf Schiene trotz Baustellen-Nadelöhr

Tirol
20.01.2026 18:00
Porträt von Anna Unterleitner
Von Anna Unterleitner

Zigtausende Zuschauer pilgern dieses Wochenende zum legendären Hahnenkammrennen nach Kitzbühel. Doch während auf der Piste Hundertstel entscheiden, kommt es heuer für die Öffis auf etwas anderes an: Den Ansturm trotz der Streckensperre im Raum Innsbruck zu bewältigen, um nachhaltige Mobilität zu gewährleisten.

Wenn am kommenden Wochenende wieder ganz Kitzbühel im Ausnahmezustand ist und das Hahnenkammrennen zehntausende Fans anzieht, wird Tirols Verkehrsnetz auf eine Bewährungsprobe gestellt. Heuer trifft das Streif-Fieber jedoch auf eine besonders heikle Baustelle: jene bei der Rauchmühlbrücke in Innsbruck.

Und das ausgerechnet dort, wo sonst täglich Pendlerströme fließen, denn Innsbruck ist für viele Ski-Fans aus ganz Tirol das zentrale Öffi-Drehkreuz.

Trotz der Streckensperre im Raum Innsbruck sollen Sonderzüge und dichtere Intervalle die Fans ...
Trotz der Streckensperre im Raum Innsbruck sollen Sonderzüge und dichtere Intervalle die Fans zum Hahnenkammrennen bringen.(Bild: Johanna Birbaumer)

Trotz der Streckensperre im Raum Innsbruck wollen ÖBB und Veranstalter verhindern, dass der Weg zur Streif zur Geduldsprobe wird. Mit Sonderzügen, dichteren Intervallen und zusätzlichen Sitzplätzen sollen die Fans mit den Öffis sicher nach Kitzbühel reisen – und so der Ansturm bewältigt werden.

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Mit über 400 Zughalten und 84.000 zusätzlichen Sitzplätzen sind die ÖBB bestens vorbereitet. Zu Spitzenzeiten fahren die Züge im 7,5-Minuten-Intervall.

ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair

Ein wichtiges Zeichen für die Fans aus dem Tiroler Zentralraum: Am Samstag des Abfahrtsklassikers fährt trotz der Einschränkungen ein Direktzug von Innsbruck nach Kitzbühel Hahnenkamm über die Umfahrung. Es gilt jedoch weiterhin der Schienenersatzverkehr mit Umsteigemöglichkeiten in Hall, Rum und Jenbach.

Pendler und Ski-Fans im selben Nadelöhr
„Mit über 400 Zughalten und 84.000 zusätzlichen Sitzplätzen sind die ÖBB bestens vorbereitet“, sagt ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair, „zu Spitzenzeiten fahren die Züge im 7,5-Minuten-Intervall und es haben bis zu 900 Personen in einem Zug Platz.“

Für Pendler heißt das dennoch: mehr Zeit einplanen. Vor allem am Samstag- und Sonntagvormittag drohen Verzögerungen, wenn Fans, Tagesausflügler und Alltagsverkehr zusammentreffen.

Auch abseits der Bahn wird gelenkt. Großparkplätze in Kirchberg und Oberndorf sollen Autofahrer abfangen. Zusätzlich bringen die „Hahnenkamm-Shuttles“ Besucher von den Bahnhöfen Kirchberg und St. Johann in Tirol kostenlos direkt ins Renngeschehen.

Für dieses Wochenende gilt: früher losfahren, Alternativen nutzen und Nerven behalten. Oder, ganz im Sinne der Streif: Augen zu und durch – denn wenn in Kitzbühel die Skier glühen, darf auch der Verkehr nicht ins Straucheln geraten.

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