Ihr geliebter Hund war von einem Jäger mit einem Fuchs verwechselt und erschossen worden. Die trauernde Familie aus der Obersteiermark fordert jetzt Konsequenzen für den Waidmann.
Die weiße Mischlingsdame „Bailey“ war, wie berichtet, geliebter tierischer Mittelpunkt einer obersteirischen Familie. „Sie war wie ein Kind für mich“, so die geschockte Besitzerin. Doch jetzt ist „Bailey“ tot. Weil ein Jäger sie vom Hochsitz aus erschossen hatte. Da er die (zu dem Zeitpunkt frei laufende) Hündin im Finsteren mit einem Fuchs verwechselt hatte. Obwohl sie groß und weiß war, eine Warnweste trug.
„So eine Verwechslung darf einfach nicht passieren“, sagt auch die offizielle Jägerschaft. Einen automatischen Entzug der Jagdkarte hätte der Vorfall allerdings nicht zur Folge: „Der Anzeige folgen ein polizeiliches Ermittlungsverfahren, ein Verwaltungsstrafverfahren durch die Bezirkshauptmannschaft sowie die Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft“, erklärt Sprecherin Marion Kranabitl-Sarkleti das Prozedere. „Das Disziplinarverfahren durch ein Ehrengericht der Jägerschaft passiert im Anschluss oder parallel.“
Keine voreiligen Entscheidungen
Das „Frauerl“ sagt klar: „Ich gebe nicht auf, bis dem, der meine ,Bailey‘ getötet hat, die Jagdkarte entzogen ist. Einer mit so wenig Ahnung sollte nicht schießen dürfen, das ist eine potenzielle Gefahr für alle im Wald. An der Stelle spielen auch meine Enkel.“ Nachsatz: „Der sollte zumindest so viel Ehre haben und die Karte von sich aus zurücklegen.“
Das macht der betreffende Jäger, der sich sofort entschuldigt hat, vorerst nicht, „mir ist ein furchtbarer Irrtum passiert, aber ich lasse mich nicht in eine übereilte Entscheidung treiben“. Aber: „Auf Fuchsjagd gehe ich nicht mehr.“
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